Quartier zusammendenken
Fünf Blätter zeigen, was sich aus offenen Daten über ein Stadtquartier sagen lässt, wenn man Wärme, Grün, Versiegelung, Gebäude und Bewohner übereinanderlegt. Der Rechner am Ende übersetzt das in eine einzige Zahl mit Spanne: ob sich die Sommer-Oberfläche eines Quartiers durch Bäume, Entsiegelung oder Gründächer messbar verändert. Jede Zahl trägt ihr Verfahren, ihren Datenstand und ihre Grenze mit.
Bauamt, Grünflächenamt, Planungsbüro. Für den Erläuterungsbericht, die Abwägung und das Klimaanpassungskonzept nach § 12 KAnG.
Nur offene Quellen. Landsat 8/9 Oberflächenwärme, Sentinel-2 NDVI, Copernicus Versiegelung, LoD2, Zensus 2022, OpenStreetMap.
Kein Gutachten. Oberfläche statt Luft, Vormittag statt Tagesmaximum, Zusammenhang statt Prognose. Es bereitet Entscheidungen vor, es trifft sie nicht.
Kühlwirkung von Grün in Oldenburg: was die vorhandenen Daten belegen
Verfahren quartier_kuehlwirkung · Version 2 · gerechnet 2026-09-07 · Baustein 1
Je 10 Prozentpunkte mehr Vegetationsbedeckung ist die Oberfläche einer Hektarzelle im Sommervormittag bei gleicher Versiegelung um 0,3 bis 0,5 K kühler: 0,48 K über den gesamten Ausschnitt einschließlich Umland (95 %: 0,41 bis 0,54 K), rund 0,34 K in den dicht bebauten Zellen (Versiegelung ≥ 30 %; 95 %: 0,21 bis 0,48 K) und 0,31 K innerhalb der Stadtgrenze. Der Zusammenhang gilt über 27 038 Zellen; die Wirkung einer einzelnen Pflanzung ist damit nicht gemessen. Die Stichprobe sind bewohnte Zellen plus 200 m Umring, zur Hälfte unbewohnt und zu 71 % außerhalb der Stadtgrenze Oldenburgs (Nachbargemeinden im Ausschnitt). Verteilungsfrei bestätigt: In bebauten Klassen (15–50 % versiegelt) liegt das grünste NDVI-Fünftel im Median 1,1 bis 1,5 K unter dem grünärmsten, im Umland 2,6 K (Wald gegen Acker).
Frage, die das Blatt beantwortetEine Verwaltung erhält aus bereits vorhandenen offenen Daten einen belegten Zusammenhang zwischen Grün und Oberflächenwärme mit Koeffizienten je Teilraum und ehrlich benannten Grenzen — als Grundlage für Prioritäten und einen Was-wäre-wenn-Rechner, nicht als Wirkungsnachweis einer Pflanzung.

OLS Wärme ~ Bedeckungsgrad + Versiegelung je Teilraum; Punkt = Koeffizient, Balken = 95-%-Intervall aus Block-Bootstrap über 1-km-Blöcke
- alle Zellen der Stichprobe (einschließlich Umland)
- Teilräume der bewohnten / bebauten Stadt
Kartenpass: quartier_kuehlwirkung · Version 2 · gerechnet 2026-09-07 · Commit dd8adedc

Oberflächenwärme gegen NDVI für 27 038 Zellen à 1 ha (bewohnt + 200 m Umring); rechts Bin-Mediane getrennt nach Versiegelungsgrad 2024
- Zellen der Stichprobe (n = 27 038)
- Median je NDVI-Bin (Breite 0,05), Band P25–P75
- Modell Bedeckungsgrad + Versiegelung: gestrichelt bei 0 %, gepunktet bei 40 % Versiegelung
- rechts: < 5 % versiegelt
- rechts: 5–30 % versiegelt
- rechts: 30–50 % versiegelt
- rechts: > 50 % versiegelt
Kartenpass: quartier_kuehlwirkung · Version 2 · gerechnet 2026-09-07 · Commit dd8adedc

Warm, grünarm und bewohnt auf dem 100-m-Gitter (1 Zelle = 1 ha, EPSG:32632); Stufe 1 = Kriterien des Auftrags (4 497 ha), Stufe 2 = hier gesetzte Verschärfung (1 597 ha)
- Stufe 2, hier gesetzte Verschärfung: > +3 K über Gebietsmedian, NDVI < 0,56 (unterstes Fünftel), ≥ 30 Einwohner/ha — 1 597 ha, rund 83 000 Einwohner
- Stufe 1, Definition des Auftrags: > +1 K, NDVI < 0,63 (unterstes Drittel), ≥ 10 Einwohner/ha — 4 497 ha, rund 173 600 Einwohner
Maßstab: Balken unten rechts = 1 km; 1 Bildpunkt = 20 m, 1 Zelle = 5 × 5 Bildpunkte
Kartenpass: quartier_kuehlwirkung · Version 2 · gerechnet 2026-09-07 · Commit dd8adedc
Was die Zahl nicht sagt
- Oberfläche am Vormittag (~10:20 UTC), nicht Lufttemperatur, nicht Tagesmaximum und nicht die Belastung von Menschen.
- Querschnitt über 27 038 Zellen, kein Vorher-Nachher: die Wirkung einer einzelnen Pflanzung ist nicht gemessen.
- Die Stichprobe ist zur Hälfte Umland und liegt zu 71 % außerhalb der Stadtgrenze; für die dicht bebaute Stadt gilt rund 0,34 statt 0,48 K je 10 Prozentpunkte.
- Die 3,5 K Thermal-Unsicherheit je Zelle (ST_QA) sind überwiegend systematisch; ein emissivitätsbedingter Anteil kann mit der Landbedeckung korrelieren und den Grün-Koeffizienten um einige Zehntel Kelvin verzerren.
- NDVI und Versiegelung sind mit r = −0,81 gekoppelt; die Statistik trennt sie, die Physik nicht, und NDVI trennt Baumkrone nicht von dichter Wiese.
- Die Potenzialkarte zeigt zwei Definitionen (Auftrag / hier gesetzte Verschärfung), keine Messung; kein Ersatz für eine Klimaanalysekarte nach VDI 3787 Blatt 1.
Wo viele Menschen und viel Überwärmung zusammentreffen — Suchraum Straßenbäume, Oldenburg
Verfahren baumstandorte_suchraum · Version 2 · gerechnet 2026-09-07 · Baustein 2
Von 47 722 Hektarzellen des Landsat-Ausschnitts Oldenburg und Umland bleiben nach drei Bedingungen (bewohnt mit mindestens 100 m Wohn-/Sammelstraße, grünarm, Oberfläche mehr als +1 K über dem Gebietsmedian) 3 915 Zellen Suchraum mit 130 700 Einwohnern; die Kennzahl Einwohner × Überwärmung reiht daraus 20 Zellen mit 2 026 Einwohnern und +5,3 bis +8,9 K, die sich zu 14 Straßenzügen zusammenfassen — an der Spitze der Block Steubenstraße/Lehmkuhlenstraße/Nadorster Straße mit vier Zellen und 425 Einwohnern. Die Kennzahl ist eine Reihung, keine Kühlleistung; Rang 2 (Cloppenburger Straße, 163 Einwohner in einem Gebäude) ist eine Sondernutzung, kein Straßenzug. Unter einem optimistischen Störmodell bleiben die Ränge 1–6 in über 90 % der Ziehungen in der Spitzengruppe; die tatsächliche Stabilität ist geringer. Es ist ein Suchraum, mit dem eine Leitungsauskunft beginnen könnte, kein Pflanzplan.
Frage, die das Blatt beantwortetDie Leitungsauskunft könnte mit der Spitzengruppe beginnen statt mit einer stadtweiten Durchsicht; wie viel Zeit das spart, hängt vom Verfahren der Netzbetreiber ab und ist hier nicht gemessen.

Zellen à 1 ha im 100-m-Gitter, Landsat-Ausschnitt Oldenburg und Umland
- Filterstufe
- Suchraum (alle Bedingungen)
- Top 20
Kartenpass: baumstandorte_suchraum · Version 2 · gerechnet 2026-09-07 · Commit 446032cd

Landsat-Ausschnitt gesamt, 223 × 214 Zellen à 100 m, UTM 32N
- Top 20 nach Einwohner × (Überwärmung − 1 K) — eine Reihung, keine Kühlleistung
- Straßenzug: Top-Zellen mit gemeinsamer Kante oder Ecke
- übriger Suchraum: bewohnt, ≥ 100 m Wohn-/Sammelstraße, NDVI unter Median (0,66), Oberfläche > +1 K
Ziffern: die fünf Top-Zellen außerhalb des Kernausschnitts (Rang 2, 7, 14, 18, 19); die übrigen 15 zeigt der Kernausschnitt
Maßstab: Balken unten rechts; linke Hälfte dunkel = 1 km
Kartenpass: baumstandorte_suchraum · Version 2 · gerechnet 2026-09-07 · Commit 446032cd

Kernausschnitt Innenstadt–Donnerschwee–Nadorst, 34 × 26 Zellen à 100 m (15 von 20 Top-Zellen)
- Top 20 nach Einwohner × (Überwärmung − 1 K) — eine Reihung, keine Kühlleistung
- Straßenzug: Top-Zellen mit gemeinsamer Kante oder Ecke
- übriger Suchraum: bewohnt, ≥ 100 m Wohn-/Sammelstraße, NDVI unter Median (0,66), Oberfläche > +1 K
Ziffern: Rang der Zelle in der Spitzengruppe
Maßstab: Balken unten rechts; linke Hälfte dunkel = 250 m
Kartenpass: baumstandorte_suchraum · Version 2 · gerechnet 2026-09-07 · Commit 446032cd
Die zehn stärksten Straßenzüge
Zusammengefasst aus den 20 Zellen der Spitzengruppe: Zellen mit gemeinsamer Kante oder Ecke bilden einen Zug; Namen sind die längsten OSM-Wege, keine Adressen.
| Zug | Straßen (OSM) | Zellränge | Einwohner | Überwärmung | Hinweis |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Steubenstraße / Lehmkuhlenstraße / Nadorster Straße | 1, 5, 6, 11 | 425 | +6,86 K | |
| 2 | Pferdemarkt / Donnerschweer Straße / Neue Donnerschweer Straße | 3, 12 | 194 | +7,08 K | |
| 3 | Kranbergstraße / Anne-Frank-Platz / Georg-Elser-Straße | 9, 13 | 194 | +6,45 K | |
| 4 | Nelkenstraße / Johannisstraße / Kreuzstraße | 16, 17 | 179 | +6,45 K | |
| 5 | Cloppenburger Straße | 2 | 163 | +5,28 K | ein Gebäude, Sondernutzung prüfen |
| 6 | Wehdestraße / Nibelungenstraße | 4 | 131 | +5,97 K | |
| 7 | Artillerieweg / Ammerländer Heerstraße | 7 | 103 | +6,35 K | |
| 8 | Donnerschweer Straße / Milchstraße | 8 | 89 | +7,15 K | |
| 9 | Kaiserstraße | 10 | 68 | +8,89 K | |
| 10 | Banater Weg / Theodor-Pekol-Straße | 14 | 114 | +5,45 K |
Was die Zahl nicht sagt
- Suchraum, kein Pflanzplan: Leitungen, Wurzelraum, Eigentum, Sichtdreiecke, Feuerwehrzufahrten, Parkraum und Baumbestand sind nicht geprüft; OSM-Straßenlänge sagt nur, dass Straßenraum vorhanden ist, nicht, dass ein Baum in den Querschnitt passt.
- Die Kennzahl Einwohner × Überwärmung ist eine Reihung, keine Kühlleistung; die Kühlwirkung eines Baums (Baustein 1) ist nicht eingerechnet.
- Nachbarzellen teilen bei 100 m nativer Landsat-Thermalauflösung ihren Wärmewert und sind keine unabhängigen Fundstellen — lesbar ist die Liste erst als Straßenzüge; Zellen mit vielen Einwohnern in einem Gebäude (Rang 2) sind Sondernutzungen.
- Die Stabilitätsprozente (Ränge 1–6 in über 90 % der Ziehungen) sind Obergrenzen unter einem optimistischen Störmodell; die tatsächliche Stabilität ist geringer.
- Hauptverkehrsstraßen (OSM primary) sind als Straßenraum ausgeschlossen; in Oldenburg ändert die Variante mit primary keine der Top-20-Zellen, in anderen Städten kann das anders ausfallen.
- Oberflächentemperatur um 10:20 UTC statt Lufttemperatur und Tagesmaximum; Zensus-Stichtag 2022 ohne Neubau seither; das Gitter deckt den Landsat-Ausschnitt mit Nachbargemeinden, nicht das Stadtgebiet.
Kühle Inseln zusammendenken: Verbund, Trittstein-Lücken, Suchräume für wohnungsnahe Kühlorte (Oldenburg und Umland, 30-m-Gitter)
Verfahren quartier.konnektivitaet · Version 2 · gerechnet 2026-09-07 · Baustein 4
Im Siedlungsraum des Oldenburger Gitters (rund 10 700 ha, etwa 227 000 Einwohner einschließlich Nachbargemeinden) erkennt GEOPHORA in den Landsat-Sommerdaten 178 kühle, begrünte Inseln mit 1 138 ha, die in 130 Verbünde zerfallen. Rund 90 000 Menschen (Größenordnung; im Gitter gerechnet rund 92 000, etwa 62 % der Wohnlage-Einwohner) wohnen weiter als 300 m Luftlinie von einer Fläche, die in 30-m-Thermaldaten als kühl erscheint (≥ 0,5 ha, mindestens 1 K unter dem Gebietsmedian); bei 500 m sind es rund 53 000. Parks unter etwa 1–2 ha liegen unter der Nachweisgrenze und zählen hier nicht, Zugänglichkeit ist ungeprüft — die Zahl beschreibt, wo das Satellitenbild keinen kühlen Ort sieht, nicht, wo keiner ist. Mit lokalem Bezug (≤ −1,5 K gegenüber dem 1-km-Umfeld) kämen im Stadtkern rund 570 ha kühle Orte hinzu.
Frage, die das Blatt beantwortetEine Verwaltung sieht auf einer Karte, wo kühle Orte fußläufig zusammenhängen, wo ein Trittstein fehlt und in welchen Stadtteilen das Satellitenbild im Fußweg keinen kühlen Ort findet — als Suchraum für die Planung, mit offen gelegter Abhängigkeit von Fußweg-Annahme und Inseldefinition.

Oldenburg und Umland, 30-m-Gitter (UTM 32N), Siedlungsraum plus 600 m Saum; Ausschnitt [436305, 5878005, 458595, 5899395]
- Kühle Inseln im Siedlungsraum (≤ −1,0 K, NDVI ≥ 0,50, ≥ 0,5 ha)
- Kühle Flächen außerhalb des Siedlungsraums (Kontext)
- Trittstein-Lücken (≥ +1,0 K, zwei Inseln jeweils ≤ 300 m)
- Suchräume für wohnungsnahe Kühlorte (≥ +1,5 K, ≥ 10 Wohngebäude je 100 m, keine Insel ≤ 300 m)
- Stadtkern 9 × 9 km (Ausschnitt der Variante mit lokalem Bezug)
- Verbund 1: Buschhagenniederung, 119,5 ha, 4 Inseln
- Verbund 2: Kleingartenanlage "Schellstede", 75,0 ha, 5 Inseln
- Verbund 3: bei Friedhof der ev.-luth. Kirchengemeinde Sandkrug, 69,6 ha, 1 Insel — Gemeinde Hatten (Sandkrug)
- Verbund 4: Weißenmoor, 69,2 ha, 1 Insel
- Verbund 5: Wüschemeer, 58,2 ha, 2 Inseln
Ziffern: die fünf größten Verbünde (Namen in der Legende)
Maßstab: Balken unten rechts, zwei Segmente je 500 m
Kartenpass: quartier.konnektivitaet · Version 2 · gerechnet 2026-09-07 · Commit 446032cd

Quadrat 9 × 9 km um die Innenstadt (Lappan, 53,142° N, 8,212° O); Ausschnitt [442785, 5883855, 451785, 5892855]
- Kühle Inseln, Gebietsbezug (≤ −1,0 K unter dem Gebietsmedian, wie in der Verbundkarte)
- Zusätzlich kühl mit lokalem Bezug (≤ −1,5 K gegenüber dem gleitenden Mittel des 1-km-Umfelds, NDVI ≥ 0,50, ≥ 0,5 ha)
Maßstab: Balken unten rechts, zwei Segmente je 500 m
Kartenpass: quartier.konnektivitaet · Version 2 · gerechnet 2026-09-07 · Commit 446032cd

Zensuszellen mit ≥ 50 % Suchraum, Siedlungsraum im Gitter einschließlich Nachbargemeinden
- Wärmeschwelle ≥ +1,0 K
- Wärmeschwelle ≥ +1,5 K (Standard)
- Wärmeschwelle ≥ +2,0 K
- 300 m, wenn beide Inseldefinitionen zählen (Gebietsbezug und lokaler Bezug)
Kartenpass: quartier.konnektivitaet · Version 2 · gerechnet 2026-09-07 · Commit 446032cd

Fläche in ha; Stadtteil = nächster OSM-place-Knoten zum Flächenschwerpunkt
- Fläche des Suchraums (ha)
Kartenpass: quartier.konnektivitaet · Version 2 · gerechnet 2026-09-07 · Commit 446032cd
Was die Zahl nicht sagt
- 'Kühl' ist eine Eigenschaft des Satellitenbilds (30 m, Vormittag, Oberfläche), nicht der Menschen: Parks unter 1–2 ha bleiben unsichtbar, Zugänglichkeit und Barrieren sind ungeprüft.
- Die Gebietsdefinition (≤ −1 K unter dem Median des Ausschnitts, überwiegend Umland) übersieht Orte, die nur gegenüber ihrer Nachbarschaft kühl sind; die Variante mit lokalem Bezug findet im Stadtkern rund 570 ha zusätzlich und senkt die Einwohnerzahl ohne kühlen Ort auf rund 29 000.
- Die Einwohner-Kennzahl hängt fast vollständig an Fußweg-Annahme und Inseldefinition; die Wärmeschwelle ist wirkungslos; die 'Empfindlichkeit je 100 m' ist eine Ableitung aus der Definition, keine Wirkungszahl.
- Suchräume sind Stadtteile, keine Grundstücke; Zensuszahlen sind Größenordnungen (Geheimhaltung, 100-m-Gitter, kein kantengenauer Schnitt mit dem 30-m-Gitter).
- Das Gitter enthält Nachbargemeinden (Verbund 3 liegt in Hatten, Verbund 8 in Bad Zwischenahn); Einwohnerzahlen gelten für den Siedlungsraum im Gitter, nicht für die Stadt Oldenburg.
- Das Verfahren zeigt, wo im Satellitenbild ein kühler Ort fehlt — nicht, was ein neuer Ort bewirken würde (dafür Baustein 1 Kühlwirkung oder Messung vor Ort); KAnG-Anker: § 8 Abs. 1 (Wärmeinseleffekte) und Abs. 3 (Entsiegelung), Konzept nach § 12.
Vorher-Nachher-Versuch: was Landsat über acht Jahre Bauen sagt — und was nicht
Verfahren quartier_neubau_wirkung · Version 2 · gerechnet 2026-09-07 · Baustein 3
Ob und wie stark sich seit 2016 bebaute Flächen in Oldenburg gegenüber Bestandszellen gleicher Gebäudezahl relativ erwärmt haben, kann diese Datenlage nicht beziffern: Die Punktschätzer der Rechenwege liegen zwischen +0,05 und +0,56 K, ihre 95-%-Intervalle reichen von −0,7 bis +1,5 K, und jedes Intervall schließt die Null ein. Belegt ist der Grünverlust der Neubauzellen gegenüber dem Bestand (−0,05 bis −0,07 NDVI; Landsat, nicht mit den Sentinel-2-Werten der anderen Bausteine vergleichbar). Qualitativ zeigt die Szenenreihe, dass die späteren Neubauflächen 2015/16 rund 1 K kühler waren als der Bestand und dieser Abstand 2018 nicht mehr bestand — eine Richtung aus drei Aufnahmen, keine Zahl. Der Baustein ist ein Verfahrenstest mit offenem Ergebnis, keine Wirkungsanalyse.
Frage, die das Blatt beantwortetDie Rechnung kann für Baugebiete ab mehreren Hektar laufen, sobald Baubeginn-Daten vorliegen und ein Nachher-Fenster von mindestens drei Sommern vorhanden ist; für einzelne kleine Gebiete bleibt die Unsicherheit größer als der erwartete Effekt.

Neubauzellen (Bernstein) und Kontrollzellen gleicher Gebäudezahl (Schiefer), Zensus 2022, 100-m-Zellen
- Neubauzellen: ≥ 10 Gebäude mit Wohnraum, ≥ 50 % Baujahr 2016+ (n = 23)
- Kontrollzellen: < 5 % Neubau, gleiche Gebäudezahl ± 30 %, ≥ 200 m Abstand (n = 1 929)
- Stadtgrenze Oldenburg (OSM)
Maßstab: Balken unten rechts, dunkles Segment = 500 m
Kartenpass: quartier_neubau_wirkung · Version 2 · gerechnet 2026-09-07 · Commit dd8adedc

Landsat 8/9 Sommer 2015–2018 gegen 2023–2025 · jede Sommeraufnahme (15.06.–31.08.) einzeln, relativ zum Gebietsmedian der Szene · Zensus 2022 · Richtung ablesbar, Zahl nicht
- Hauptkriterium (≥ 10 Gebäude je Zelle), eine Landsat-Aufnahme
- weiter gefasst (≥ 5 Gebäude), eine Landsat-Aufnahme
- Mittel des Fensters (Hauptkriterium)
- 2019–2022 nicht ausgewertet
Kartenpass: quartier_neubau_wirkung · Version 2 · gerechnet 2026-09-07 · Commit dd8adedc

Landsat 8/9 Sommer 2015–2018 gegen 2023–2025 · Neubau: ≥ 10 Gebäude, ≥ 50 % Baujahr 2016+ · Zensus 2022 · Status: nicht bezifferbar
- Hauptkriterium (≥ 10 Gebäude je Zelle): Punktschätzer
- weiter gefasst (≥ 5 Gebäude), Cluster-Bootstrap
- 95-%-Bootstrap-Intervall; Nulllinie betont
Kartenpass: quartier_neubau_wirkung · Version 2 · gerechnet 2026-09-07 · Commit dd8adedc
Was die Zahl nicht sagt
- Alle Temperatur-Intervalle schließen Null ein; kein Punktschätzer darf als Ergebnis zitiert werden.
- Kontrollzellen sind nach Gebäudezahl abgeglichen, nicht nach Lage, Versiegelung oder Bauform; Neubau liegt am Stadtrand, das 100-m-Mittel schließt Umland ein.
- Das Vorher-Fenster 2015–2018 enthält bereits Bauzeit (Zensus-Klasse 2016+ reicht bis Mai 2022); ohne Baubeginn-Daten des Bauamts gibt es kein sauberes Vorher.
- Die Änderungskarte trägt einen Vorbehalt: Das Nord-Süd-Muster entsteht wahrscheinlich aus dem Szenenmix von nur sieben Vorher-Szenen mit ungleichen Wolkenmasken, nicht aus Stadtentwicklung — nicht für Präsentationen.
- Landsat misst die Oberfläche am Vormittag (nicht die Luft am Nachmittag), ST_QA rund 3 K je Zelle; Landsat-NDVI ist nicht mit Sentinel-2-Werten der anderen Bausteine vergleichbar.
- Oldenburger Neubaugebiete umfassen 1–3 Zellen; für einzelne kleine Gebiete bleibt die Unsicherheit größer als der erwartete Effekt.
KAnG, Bebauungsplan und der Quartiersansatz — woran die Beispiele andocken
Baustein 5
Das KAnG verpflichtet für Verfahren ab dem 01.01.2025 jede Planung zur Berücksichtigung von Wärmeinseleffekten (§ 8 Abs. 1 Nr. 4) und zum Hinwirken auf Entsiegelung (§ 8 Abs. 3); Niedersachsen verpflichtet kreisfreie Städte, also auch Oldenburg, per § 26 NKlimaG zu einem Klimaanpassungskonzept bis zum 31.12.2028 (nach Landesministerium, KEAN und Drs. 19/7499; Gesetzestext vor Zitat gegenlesen). Im B-Plan-Verfahren kann eine Quartierskennzahl in Planbegründung, Umweltbericht, Abwägung und Überwachung stehen; ein Stadtklimagutachten nach VDI 3787 oder eine mikroskalige Simulation ersetzt sie nicht, und ob ein Fernerkundungs-Vorher/Nachher als Überwachung nach § 4c BauGB genügt, ist eine Rechtsfrage. Von zehn Wirkungsgrößen aus der Literatur sind drei in der Messgröße des Oldenburger Landsat-Rasters anschlussfähig; für einen Was-wäre-wenn-Rechner sind nur zwei Stellschrauben aus Oldenburger Daten bezifferbar (Vegetationsanteil, Versiegelung), die übrigen bleiben Literaturspanne oder Richtungsangabe.
Frage, die das Blatt beantwortetEine Verwaltung erhält mit Baustein 5 die Verfahrensorte (Planbegründung, Umweltbericht, Abwägung, Überwachung, § 26-Konzept), an denen eine wiederholbar gerechnete Quartierskennzahl stehen darf, plus eine Rechner-Vorlage, die je Stellschraube sagt, was aus Oldenburger Daten belegbar ist und was nur Literaturspanne oder Richtung bleibt.
Rechtsstand per Recherche am 7. September 2026 gegen gesetze-im-internet.de, recht.bund.de und Landesquellen. Recht ist in Bewegung: Vor jeder Verwendung nach außen die Paragrafen erneut aufrufen.
Das KAnG und der Auftrag an die Kommune
Das Bundes-Klimaanpassungsgesetz (KAnG) ist am 1. Juli 2024 in Kraft getreten (§ 14) und verpflichtet alle Träger öffentlicher Aufgaben, bei Planungen und Entscheidungen das Ziel der Klimaanpassung fachübergreifend zu berücksichtigen (§ 8 Abs. 1) — genannt ist unter anderem „die Entstehung oder Verstärkung lokaler Wärmeinseleffekte“.
§ 8 Abs. 3 KAnG verlangt, auf die Entsiegelung dauerhaft nicht mehr benötigter versiegelter Böden hinzuwirken; das ist der direkteste Anker für einen Versiegelungs- und Wärmeindikator je Quartier.
Wo Fachgesetze das Ziel bereits abbilden, genügt deren Anwendung (§ 8 Abs. 2); in der Bauleitplanung läuft das Gebot über § 1a Abs. 5 und § 1 Abs. 7 BauGB. Es gilt für Verfahren, die ab dem 1. Januar 2025 eingeleitet wurden (§ 8 Abs. 5).
§ 12 KAnG überlässt den Ländern, wer Klimaanpassungskonzepte aufstellt. Niedersachsen hat mit § 26 NKlimaG entschieden: Landkreise und kreisfreie Städte — also auch Oldenburg — stellen bis zum 31. Dezember 2028 ein Konzept auf und richten ab 2027 ein Klimaanpassungsmanagement ein (nach Landesministerium, KEAN und Drs. 19/7499; Gesetzestext vor Zitat gegenlesen).
Bebauungsplan: wo eine Kennzahl im Verfahren landet
Im Bebauungsplanverfahren kommt ein Wärme- oder Grünindikator als Abwägungsmaterial an: über die Klimaschutzklausel § 1a Abs. 5 BauGB in der Abwägung nach § 1 Abs. 7, über die Bodenschutzklausel § 1a Abs. 2 (Versiegelung auf das notwendige Maß begrenzen) und im Umweltbericht nach § 2a mit Anlage 1 (Basisszenario, Prognose, Maßnahmen, Überwachung).
Festsetzungen tragen § 9 Abs. 1 Nr. 20 BauGB (Dach- und Fassadenbegrünung, Retention) und Nr. 25 (Anpflanzen und Erhalten von Bäumen) — hier scheitert die Baumfestsetzung in der Praxis an Leitungstrassen und Sichtdreiecken, wenn die Trassenlage nicht vorab mitgeprüft wird.
§ 4c BauGB verpflichtet die Gemeinden, erhebliche Umweltauswirkungen ihrer Pläne zu überwachen; ein Vorher/Nachher aus Landsat- und Sentinel-2-Reihen kann eine solche Überwachung unterstützen, wenn der Umweltbericht sie vorsieht und Baubeginn-Daten sowie Kontrollflächen vorliegen — ob das als Überwachung im Sinne der Norm genügt, ist eine Rechtsfrage.
Für Innenentwicklungspläne unter 20 000 m² Grundfläche entfällt der Umweltbericht (§ 13a BauGB); § 13b ist seit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 18. Juli 2023 (4 CN 3.22) nicht mehr anwendbar, und seit dem 30. Oktober 2025 erlaubt der befristete § 246e BauGB Wohnbauvorhaben ohne Bebauungsplan bis Ende 2030 — für einen wachsenden Teil der Vorhaben fehlt damit der Ort, an dem eine Wirkungsprognose entstanden wäre.
Was die Kennzahl nicht ersetzt
Eine Quartierskennzahl ersetzt kein Stadtklimagutachten nach VDI 3787 Blatt 1 (Klimafunktions- und Planungshinweiskarte, Nacht, Kaltluft) und keine mikroskalige Simulation für den Planfall; sie ist ein Indikator neben der Karte, keine Karte.
Ein Wert aus Fernerkundung ist Sachverhaltsermittlung: Er begründet weder Festsetzung noch Ablehnung, aber er macht Bestand und Veränderung zählbar — wiederholbar und mit derselben Methode über alle Quartiere.
Was der Rechner je Stellschraube verantwortbar ausgeben darf
Für zwei Stellschrauben gibt es einen Oldenburger Koeffizienten, für eine nur Literatur, für drei nur eine Richtung. Der Rechner hält sich daran.
| Stellschraube | Woher die Zahl kommt | Wert oder Spanne | Vorbehalt |
|---|---|---|---|
| Straßenbäume (Kronenfläche je Hektar) | Oldenburger Zusammenhang (Baustein 1) + Literatur-Obergrenze (C4) | −0,3 bis −0,5 K je +10 Prozentpunkte Vegetationsbedeckung (−0,48 gesamt, −0,33 bebaut); zehn Kronen à 50–80 m² je ha: Größenordnung Zehntel Kelvin (−0,2 bis −0,4, bebaut −0,15 bis −0,25); Literatur-Obergrenze Baumfläche vs. dichte Bebauung −8 bis −12 K, halbiert −4 bis −6 K | Hochrechnung aus einem Querschnitt, keine Messung an Bäumen; Einzelbäume liegen unter der Auflösung, die Wirkung stellt sich nach Jahrzehnten ein, und ob Kronen anders wirken als dichter Rasen, trennt der NDVI auf 100 m nicht. |
| Entsiegelung (Anteil der Hektarzelle) | Oldenburger Zusammenhang (Baustein 1) | −0,4 bis −0,6 K je −10 Prozentpunkte Versiegelung, sofern die Fläche bewachsen wird (Koeffizient +0,52 K je +10 Pp, 95 %: +0,40 bis +0,62; bebaut +0,4 bis +0,6); Rasengitter als Zwischenwert ohne eigene Oldenburger Zahl | Querschnitt statt Vorher-Nachher: Zellen mit weniger Versiegelung sind kühler, ob eine Entsiegelung genau diesen Wert bringt, ist nicht gemessen; NDVI und Versiegelung hängen mit r = −0,81 zusammen. |
| Dachbegrünung (Anteil der Dachfläche am Pixel) | Literaturspanne (C1), nach Regel Tagesspitze/Median abgewertet | Dachhaut −25 bis −55 K als Tagesspitze; halbiert −12 bis −28 K je m² Dach; flächengewichtet: 400 m² Gründach (44 % eines 30-m-Pixels) rechnerisch −5 bis −12 K im Pixel, als Obergrenze | Oldenburg liefert keinen eigenen Koeffizienten (LoD2-Dachanteil ist Kontrollgröße, kein Begrünungsmerkmal); Einzelmessungen strahlungsreicher Tage, Sekundärzitat nach Gertis 1977; auf Straßenniveau laut C2 kaum messbar. |
| Fassadenbegrünung | nicht bezifferbar, nur Richtung/Hinweis (Literatur C3) | Wandoberfläche im Mittel −1 bis −2 K, Spitze bis −15,5 K (Berlin, Messung); Straßenluft nur Modellwerte | Fassaden sind im Nadir-Pixel unsichtbar; der Rechner gibt Richtung und Literaturhinweis aus, keine Zahl für das Quartier. |
| Geschosszahl 4 vs. 5 | nicht bezifferbar, nur Richtung/Hinweis (C9) | Tag: mehr Schatten, tendenziell geringere Strahlungslast am Boden; Nacht: engere Schlucht, tendenziell langsamere Abkühlung; ein Geschoss bei 12 m Straßenbreite ändert H/W um rund 0,25 | Keine Summe der Vorzeichen; Oke-Formel ist Sekundärzitat; Landsat um 10:20 UTC sieht von beidem fast nichts — Aussagen dazu brauchen eine mikroskalige Simulation. |
| Helle Beläge (Albedo) | Literaturspanne (C10) | Dächer: −0,1 bis −0,33 K Lufttemperatur stadtweit je +0,1 Albedo; Oberfläche im Pixel: Richtung kühler eindeutig, Betrag nicht aus dem Raster | Vorzeichenwarnung: helle Böden und Wände erhöhen die Strahlung auf den Menschen, der Komfort (PET) kann sinken; für Straßenraum nur mit Schatten kombiniert ausgeben. |
Was die Zahl nicht sagt
- § 26 NKlimaG beruht ausschließlich auf Sekundärquellen (Landesministerium, KEAN, Drs. 19/7499); der Primärtext in NI-VORIS ist manuell gegenzulesen, bevor er zitiert wird.
- Ob ein Fernerkundungs-Vorher/Nachher als Überwachung im Sinne von § 4c BauGB genügt, ist eine Rechtsfrage, die ohne Kommentarliteratur und Rechtsprechung hier nicht beantwortet wird.
- Alle Wirkungsgrößen sind Literaturwerte aus anderen Städten, meist Tagesspitzen einzelner Messtage; auf das Oldenburger Sommervormittags-Median-Raster übertragen sind sie mindestens zu halbieren oder als Obergrenze zu führen.
- Nur Vegetationsanteil und Versiegelung sind aus Oldenburger Daten bezifferbar, und auch das nur als Querschnitt über Hektarzellen — welche Größe die Wärme verursacht, trennen die Daten nicht (r = −0,81).
- Neun von zehn Wirkungsgrößen tragen den Prüfstatus Sekundärzitat; primär gelesen sind nur Klimafibel BW 2012 und Rötzer et al. 2025 als PDF.
- Alle Gitter der Bausteine schließen Nachbargemeinden ein; die Einwohnerzahlen sind Filter-Definitionen auf geheimhaltungsbehandelten Zensuszellen, keine Personenzahlen.
Was passiert mit der Sommer-Oberfläche, wenn ein Quartier Bäume, Entsiegelung oder Gründächer bekommt?
Der Rechner nimmt ein reales Oldenburger Quartier von 300 × 300 m mit seinen gemessenen Werten und überträgt den in Blatt 1 gefundenen Zusammenhang auf eine geplante Änderung. Heraus kommt die Änderung der Oberflächenwärme in Kelvin mit Spanne, dazu die neue Position im Vergleich aller bewohnten Hektarzellen des Ausschnitts.

Acht reale 3×3-Quartiere à 9 ha (300 × 300 m) als Startwerte für den Was-wäre-wenn-Rechner; Füllung = Sommer-Oberflächenwärme 2019–2025 als Abweichung vom Gebietsmedian (30,2 °C), Skala ±4 K
- −4 K und kühler als der Gebietsmedian
- 0 K (Gebietsmedian)
- +4 K und wärmer
- Quartiersrahmen 300 × 300 m (3 × 3 Hektarzellen)
Ziffern: Nummer des Quartiers (Liste rechts)
Maßstab: Balken unten rechts = 1 km; zwei Segmente à 500 m
Kartenpass: quartiersprofile · Version 1 · gerechnet 2026-09-07 · Commit dd8adedc
DateienPNGOverlay-SVGBegleitdatei (JSON)
- 1Innenstadt (Lange Straße / Rathausmarkt) · 7,8 K
- 2Donnerschweer Straße / Ziegelhof · 6,9 K
- 3Nadorster Straße / Lehmkuhlenstraße · 6,4 K
- 4Gertrudenviertel · 5,1 K
- 5Osternburg (Bremer Straße) · 5,3 K
- 6Kreyenbrück · 5,3 K
- 7Bloherfelde-Süd (Neubau seit 2016) · 2,2 K
- 8Eversten Holz-Rand (Gegenbeispiel) · 2,8 K

Mittel der 9 Hektarzellen je Quartier; Punktfläche = Einwohner (Zensus 2022); Bezugslinien P25/P50/P75 der 12 369 bewohnten Hektarzellen im Ausschnitt
- kühle Insel ≤ 300 m Luftlinie (Baustein 4)
- keine kühle Insel ≤ 300 m
- P25 / P50 / P75 der bewohnten Hektarzellen: +0,06 / +1,66 / +3,34 K
- Punktfläche proportional zu Einwohnern (Marken 250 / 500 / 750)
Kartenpass: quartiersprofile · Version 1 · gerechnet 2026-09-07 · Commit dd8adedc
Quartiersprofile werden geladen …
Die Quartiersprofile konnten nicht geladen werden (quartiere.json). Der Rechner braucht JavaScript und eine erreichbare Datei.
Angenommen 50 bis 80 m² Krone je Baum. Zielgröße nach Jahrzehnten, keine Pflanzgröße.
Extensives Gründach. Wirkt hier über die Vegetationsbedeckung der Zelle, nicht über die Dachhaut-Spitzenwerte der Literatur.
Woraus sich die Zahl zusammensetzt
Was die Quartierswerte nicht sagen
- Jede 30-m-Thermalzelle ist rund 3,4 K unsicher (ST_QA), überwiegend systematisch: Das Quartiersmittel über 9 Zellen und 25 Szenen streut zufällig weniger, der systematische Anteil bleibt und verschiebt alle Quartiere ähnlich; Abstände unter 0,5 K zwischen Quartieren sind nicht belastbar.
- Die acht Quartiere sind gesetzt, keine Stichprobe und keine Rangliste; 3 × 3 Hektarzellen treffen ein Quartier nur grob und nicht seine planerischen Grenzen.
- Oberfläche am Sommervormittag, nicht Lufttemperatur, nicht Nachmittag, nicht Nacht; der Gebietsmedian enthält das Umland, deshalb liegen alle bebauten Quartiere im Plus.
- LoD2-Werte nur im Stadtgebiet und mit Grundriss überwiegend 2017 — Neubau seit 2017 fehlt (Bloherfelde-Süd nur Untergrenze).
- Zensus-Zellen liegen gegen das UTM-Gitter verdreht; Einwohner flächengemittelt umgegittert, Baujahranteile aus Zellen mit Mittelpunkt im Quartier, Geheimhaltung drückt die Anteile nach unten.
- Straßenlänge ohne Hauptverkehrsstraßen (OSM primary); NDVI zählt Rasen wie Baumkrone; 'kühle Insel in 300 m' ist Luftlinie ohne Barrieren und Zugänglichkeit, Parks unter 1–2 ha liegen unter der Nachweisgrenze.
Quellen, Lizenzen, Nachvollziehbarkeit
Jede Abbildung dieser Seite ist ohne eingebrannten Text als PNG und SVG hinterlegt und trägt eine Begleitdatei (JSON) mit Titel, Legende, Quellen und Kartenpass — Verfahren, Version, Rechenzeitpunkt und Commit. Die Formulierungen sind die geprüften Fassungen zweier unabhängiger Prüfläufe vom 7. September 2026.
- Landsat 8/9 Collection 2 Level-2 Surface Temperature (ST_B10, ST_QA), USGS/NASA, Public Domain — über Microsoft Planetary Computer; Sommermedian 15.06.–31.08. 2019–2025, 25 Szenen, Überflug ~10:20 UTC.
- Sentinel-2 L2A (Copernicus/ESA), NDVI-Sommer-Baseline 2020–2025, 20 m; Bedeckungsgrad nach Carlson & Ripley 1997.
- Copernicus Land Monitoring Service, HRL Imperviousness Density 2024, 10 m — Copernicus-Datenlizenz; Namensnennung: Generated using European Union's Copernicus Land Monitoring Service information.
- LoD2-Gebäudemodell Niedersachsen (LGLN), Grundriss überwiegend 2017 — CC BY 4.0.
- Zensus 2022, Bevölkerungszahl, Gebäude und Baujahr im 100-m-Gitter — Statistische Ämter des Bundes und der Länder, dl-de/by-2-0; Gitterwerte geheimhaltungsbehandelt.
- OpenStreetMap-Mitwirkende (Straßen, Grenzen, Ortsknoten, ein Nominatim-Aufruf) — ODbL.
- Kartengrund: TopPlusOpen und basemap.de Web Raster, © GeoBasis-DE / BKG, dl-de/by-2-0 bzw. CC BY 4.0 — entsättigt und aufgehellt.
Alle Gitter in WGS 84 / UTM 32N (EPSG:32632); Zensus- und Landsat-Daten wurden auf dieses Gitter umgerechnet. Kein Bodenabgleich, keine Messung vor Ort.