Vier Pixel
Am 22. Februar 2026 stimmte Oldenburg darüber ab, ob seine Baumschutzsatzung aufgehoben wird. 60,58 Prozent der Abstimmenden sagten Ja. Die Satzung blieb trotzdem in Kraft: Für einen verbindlichen Bürgerentscheid müssen in Niedersachsen mindestens 20 Prozent aller Wahlberechtigten mit Ja stimmen. Es fehlten rund 4.500 Stimmen.
Im Kern des Streits steht ein Satz, der klingt, als könne man ihn nachmessen. Die Initiative schreibt: „Es gibt keinen nachweisbaren Verlust an Baumbestand und Grünvolumen in der Stadt Oldenburg.“
Das ist eine Behauptung über prüfbare Daten, und die macht mich neugierig. Also sehe ich nach, mit dem, was aus der Ferne geht: Satellitenbild, Luftbild, offene Geodaten.
700 km Sehen
Aus dem Orbit ist Oldenburg ein Muster: Wir sehen Geschichte und Entwicklung, gegossen in ein temporäres Bild. Der Satellit kennt keine Adressen und keine Eigentümer, nur Oberflächen, die Licht reflektieren, je nach Beschaffenheit.
20 m Erkunden
Also anders gefragt: Verliert ein Bildpunkt über die Jahre Grünmasse? Acht Sommer, 2018 bis 2025, und durch jeden Bildpunkt eine Gerade gelegt. Dahinter stecken 308 Satellitenüberflüge — je Sommer zwischen 36 und 53 —, aus denen je Jahr ein wolkenbereinigtes Mittelbild entsteht. Was übrig bleibt, ist keine Momentaufnahme, sondern eine Richtung.
Veränderung je Jahr, in NDVI-Punkten
- Ab 0,02 Verlust je Jahr zähle ich eine Zelle als fallend; von 2018 bis 2025 summiert sich das auf mindestens 0,14 NDVI-Punkte.
- Grün heißt: gewinnt Grünmasse. Das ist in Oldenburg der Regelfall, nicht die Ausnahme.
- Steigungen unter ±0,005 je Jahr bleiben ungefärbt — unterhalb des Rauschens zeigt die Karte keine Richtung.
- Kreis: eine Fundstelle, mindestens 0,16 Hektar, vorher grün, mit fallender Geraden über die acht Sommer.
- Blasse Punkte: Hinweise unterhalb der Belegschwelle (Einzelzellen, können Rauschen oder Registrierungsversatz sein). Sie fließen in keine Zahl ein.
Die Farbskala endet in der Darstellung bei ±0,05 je Jahr; stärkere Veränderungen tragen dieselbe Endfarbe.
Das Erste, was auffällt: Wo die Karte Farbe zeigt, ist sie überwiegend grün. Oldenburg wird grüner, im bebauten Gebiet um 0,006 NDVI-Punkte je Jahr, und zweieinhalbmal so viel Fläche steigt, wie fällt (7,8 gegen 3,1 Prozent). Draußen ist es fast dasselbe Bild. Das ist die Nachricht, die ein Zweiwochen-Vergleich nie gezeigt hätte.
Und trotzdem: Elf Stellen im bebauten Gebiet verlieren über die acht Sommer Grün. Nicht laut, nicht großflächig, aber gerichtet: dieselbe Zelle, acht Sommer, eine fallende Gerade. Ob jedes einzelne Jahr tiefer lag als das davor, verlangt die Rechnung nicht — nur, dass die Richtung stimmt. Die größte Fundstelle umfasst einen Hektar im Südosten der Stadt und fällt von 0,85 auf 0,70; die steilste liegt am Heidenwall, von 0,64 auf 0,22.
Was dabei verschwindet, ist das Rauschen: Mahd, Ernte, ein trockener Juli. Was jedes Jahr wiederkehrt, mittelt sich in einer Geraden weg. Von den zwanzig stärksten Fundstellen der aktuellen Zweiwochen-Auswertung (29. Juli bis 12. August 2026; Kartenpass unten) liegen nur zwei mit ihrem Schwerpunkt auch auf einer fallenden Trendzelle.
Auflösung Was das Verfahren erkennen kann
Bevor ich daraus etwas über Bäume sage, muss ich wissen, was mein Raster überhaupt sehen kann. Drei Wege, die sich gegenseitig kontrollieren.
Erstens das Bodenrauschen. Gemessen an der Zweiwochen-Abweichung — der Rechnung, mit der diese Auswertung begann (Kartenpass unten) —, weil sich dort die Streuung sauber ablesen lässt: Über 72.403 unauffällige Zellen streut sie mit 0,037 NDVI-Punkten. Meine Schwelle von 0,10 ist also nur das 2,7-Fache davon; jede zwanzigste ruhige Zelle rutscht allein durch Rauschen darunter. Eine einzelne Zelle sagt deshalb nicht viel. Erst vier zusammenhängende Pixel drücken Zufallstreffer auf unter einen, im ganzen Stadtgebiet. Die Vier im Titel ist deshalb keine Metapher, sondern diese gesetzte Grenze.
Zweitens die Verdünnung. Ein Objekt, das kleiner ist als die Zelle, färbt sie nur anteilig ein. Aus dem Verhältnis von Objektfläche zu Zellfläche folgt, wie groß ein Vegetationsverlust mindestens sein muss, um die Schwelle zu reißen:
| Gitter | kleinste Fläche | entspricht Kronen |
|---|---|---|
| 10 m | 73 m² | 0,9 |
| 20 m · dieses Verfahren | 291 m² | 3,7 |
| 30 m · Landsat | 655 m² | 8,3 |
| 100 m | 7.273 m² | 93 |
| 1.000 m · Klimaraster | 727.273 m² | 9.265 |
Damit ist die Frage vom Anfang beantwortet: Eine Fällung ist ab etwa vier ausgewachsenen Bäumen nachvollziehbar, darunter nicht. Ein Einzelbaum bliebe selbst bei zehn Metern grenzwertig, und die Auflösung habe ich für den Vorjahresvergleich ohnehin nicht. Für größere Flächen ist dasselbe Verfahren dagegen sehr empfindlich.
Drittens die Gegenprobe am echten Bild. Derselbe Trend, schrittweise auf gröbere Gitter gemittelt:
| Gitter | Anteil Rückgang | Fundstellen | Mindestfläche je Fund |
|---|---|---|---|
| 20 m | 2,4 % | 246 | 1.600 m² |
| 60 m | 1,4 % | 21 | 14.400 m² |
| 200 m | 0,8 % | 0 | 160.000 m² |
Dieselbe Stadt, dieselben acht Sommer, dieselben Rohdaten, und je nach Auflösung fallen 2,4 oder 0,8 Prozent ihrer Fläche. Von 246 Fundstellen bleibt bei 200 Metern keine einzige übrig.
Eine Prozentzahl ohne Angabe des Gitters (Auflösung) und ohne räumliche Begrenzung ist deshalb wertlos. Und was eine Stadt an Grün verliert, verliert sie zumeist kleinteilig. Kleinteilig ist genau das, was ein grober Sensor wegmittelt.
Damit ist der Streit nicht entschieden, sondern etwas verschoben. Beide Seiten können dieselben Rohdaten nehmen und zu verschiedenen Ergebnissen kommen, ohne dass eine lügt... es genügt, verschieden fein hinzusehen. Wer grob zählt, sieht eine Stadt, die kaum etwas verliert. Wer fein zählt, sieht 246 Stellen. Beides sind dieselben acht Sommer.
Deshalb ist die erste Frage an jede Zahl nicht „stimmt sie", sondern „woran wurde sie gemessen". Der Monitor dahinter steht bei mir offen im Layer-Explorer, mit Datengüte, Persistenz und Rohdaten. Nachrechnen darf jeder.
Selbst nachsehen
Den Vegetationsindex dieser Folge im NDVI-Monitor prüfen · die offenen Kartendienste im Szenen-Explorer übereinanderlegen · Quelle und Lizenz jeder Ebene im Konnektoren-Katalog nachlesen.
100 m Prüfen
Bleibt die Frage, was hinter den elf Fundstellen steckt. Dafür das Luftbild, 20 Zentimeter je Bildpunkt, jede Stelle einzeln.
NDVI — wie viel lebendes Blattwerk je Bildpunkt
Ein Bildpunkt (Pixel) beträgt je nach Wellenlänge und Sensor Größen von mehreren Metern bis hin zu Zentimetern. Der NDVI misst in diesen „Fenstern" die Grünmasse — also Biomasse, bereit zur Photosynthese. Die eigentliche Ursache für einen steigenden oder sinkenden NDVI ist damit allein noch nicht völlig klar: Fällung, Baustelle, Mahd, Trockenstress?
Sie hält stand: Am Heidenwall liegt ausgehobener Boden neben Baugerät. Ein echter Rückgang — die Fläche war grün und ist es nicht mehr. Nur ist es Erdbau, kein gefällter Gartenbaum. Auch sonst stehen in der Rangliste Baustellen, Rückbau- und geräumte Flächen, dazu eine Wiese und ein Acker; was die Satzung schützt, der einzelne Baum hinterm Haus, taucht in keiner der elf Fundstellen auf.
Und eine Fläche erzählt, warum die lange Reihe streng ist: Das geräumte Bahngelände an der Braker Bahn, in der Erstauswertung eine der steilsten Fundstellen, ist bis 2023 grün (0,70 bis 0,76) und bricht 2024 auf 0,13 ein. Über acht Sommer verdünnt sich dieser eine Einbruch zu einer Steigung an der Schwelle — als Fundstelle taucht die Fläche nicht mehr auf. Ein Ereignis ist kein Trend.
Und für genau diese Frage bleibt das Luftbild blind. Es ist vom 6. April 2023, drei Jahre älter als der letzte Sommer im Trend und vor dem Laubaustrieb aufgenommen. Auf einem Aprilbild sind alle Laubbäume kahl. Das Bild, das einen Kronenverlust zeigen müsste, ist genau dafür ungeeignet.
Einordnen Was wiegt eigentlich ein Baum?
… und warum ist das eigentlich wichtig? Angenommen, dort wäre wirklich ein Baum verschwunden. Eine Winterlinde verdunstet gemessen bis zu acht Liter in der Stunde und kühlt damit mit 2,3 Kilowatt. Unter ihrer Krone ist der Asphalt bis zu 20 °C kühler. Die Luft hingegen nur zwei.
Und genau da wird es spannend: Zwei Grad sind bei diesem Beispiel scheinbar unerheblich. Wer im Sommer von der Bushaltestelle nach Hause geht, merkt allerdings sofort, ob der Weg im Schatten liegt.
Was von oben verschwindet, ist ein Zahlenwert. Was unten verschwindet, ist Schatten auf einem Weg, ein Geräusch, eine Sichtachse, die Stelle, an der man immer stehen bleibt. Kein Bildpunkt dieser Auswertung wird es je zeigen. Es ist trotzdem das, was Menschen meinen, wenn sie sagen, es sei kahler geworden.
Ersatz ist deshalb keine Rechnung mit Stückzahlen, sondern eine mit Jahren: Dieselbe Linde leistet mit 20 Jahren rund 3.300 Kilowattstunden Kühlung, mit 80 das Zehnfache. Ein geschützter Baum auf verdichtetem Boden ohne Wasser ist dabei geschützt und trotzdem wirkungslos.
Und die Stadt, wohl vermessen worden, mit verschiedenen Ansätzen. Die Befürworterseite der Satzung rechnet mit 15,9 Prozent Baumüberschirmung. Der Hitze-Check 2026 der Deutschen Umwelthilfe zählt Oldenburg mit 32,33 Prozent zu den sieben deutschen Städten über der 30-Prozent-Marke. Gezählt wird dort allerdings alle Vegetation über 2,5 Meter Höhe, bezogen nur auf die Siedlungsfläche. Dieselbe Stadt, einmal Nachzügler, einmal Musterschüler: je nachdem, was man zählt und worauf man es bezieht. Beide Quellen stehen unten.
0 m Der erste Schritt
Worum es gehtden Unterschied zwischen Messen und Meinen.
Was im Weg stehtdass beide Seiten dieselbe vergleichbare Grundlage haben.
Der erste Schrittbeide Zahlen zurückverfolgen, bis offen liegt, was sie zählen, und was in den 27 Jahren ohne Satzung niemand gezählt hat.
Von 1998 bis Juli 2025 hat Oldenburg keine Baumschutzsatzung. 27 Jahre, in denen sich hätte zeigen müssen, ob eine Stadt ohne Satzung ihre Bäume verliert. Eine Zeitreihe der Kronenbedeckung über diese 27 Jahre würde den Streit entscheiden. Sie ist nirgends öffentlich zu finden. Der Masterplan Stadtgrün führt ein digitales Baumkataster bis heute als Vorhaben.
Rekonstruierbar wäre sie: Luftbilder gibt es länger als Satellitenreihen, und die Stadt hat sie. Das ist eine weitere Anfrage, geeignet für eine Fortsetzung.
Was aus der Ferne offen bleibt
Drei Dinge kann ich nicht, und mehr Rechenzeit ändert daran nichts.
Den Einzelfall. Was hinter einer einzelnen Fundstelle steckt, weiß jemand, der dort wohnt. Kein Datensatz weiß es letztlich zu hundert Prozent. Der Rückgang lässt sich nachvollziehbar messen und bewerten, die Ursache nicht immer, und der Unterschied zwischen beidem erklärt die ganze Spannweite.
Die Ursache in diesem Fall. Der NDVI trennt Fällung, Baustelle, Mahd und Trockenstress nicht. Jede Zuschreibung, die aus diesem Bericht gezogen würde, wäre eine Behauptung, keine Beobachtung.
Die Zeit davor. Sentinel-2 reicht nicht bis 1998. Ohne die Reihe über die satzungsfreien Jahre bleibt die Kernfrage der Abstimmung, ob eine Stadt ohne Satzung Bäume verliert, unbeantwortet.
Der nächste Schritt ist deshalb keiner, den man rechnen kann. Hingehen, fragen, nachsehen. Das kommt bei Interesse als eigener Ortstermin im Feldbuch. Bis dahin steht hier, was sich von oben belegen lässt... und was daraus auch nicht folgt. Wie viel Sicherheit brauchen Entscheidung, bevor man sie trifft? Was folgt als Konsequenz?
Methoden & Quellen
Die Verfahren hinter dieser Folge sind auf der Methodik-Seite des Feldbuchs erklärt, jeweils mit Begründung und Grenzen. Hier stehen die Parameter dieser Auswertung, damit jeder Lauf ohne Raten wiederholbar ist. Analysegitter aller Auswertungen: 20 m, WGS 84 / UTM 32N (EPSG:32632), jede Zelle exakt 400 m²; nur die Draufsicht ist ein Echtfarbenbild im nativen 10-m-Gitter. Alle Rohdaten wurden am 12. August 2026 über das Copernicus Data Space Ecosystem abgerufen; Lizenzformel im Original: Contains modified Copernicus Sentinel data 2018–2026. Die Erstauswertung vom 9. August rechnete auf einem geographischen Näherungsgitter; ihre Flächen waren dadurch um rund ein Prozent unterschätzt. Alle Auswerteskripte und Datendateien dieser Folge liegen versioniert auf GitHub: github.com/retteten/fieldbook-code — die Pfade in den Kartenpässen sind Pfade in diesem Repository, jeder Aufruf ist dort unverändert wiederholbar.
Der Trend, genau benannt. „Durch jeden Bildpunkt eine Gerade gelegt" heißt: je Zelle die Theil-Sen-Steigung, also der Median der Steigungen aller Jahrespaare, über die Sommer-Composites 2018 bis 2025, geprüft mit dem Mann-Kendall-Test (Signifikanzniveau 0,05). Diese Steigung kippt nicht, wenn ein einzelner Dürresommer aus der Reihe fällt; eine gewöhnliche Ausgleichsgerade täte das — und dass die Reihe mit dem Dürrejahr 2018 beginnt, ist gerade deshalb unbedenklich. Die Reihe beginnt 2018, weil seither beide Sentinel-2-Satelliten fliegen (Wiederkehr fünf Tage); die Erstauswertung nutzte 2020 bis 2025, ein Start ohne fachlichen Grund, der den Test unnötig schwächte: Bei sechs Jahren erreicht Mann-Kendall das Niveau 0,05 erst bei nahezu perfekter Monotonie (|S| ≥ 13 von 15 Jahrespaaren), bei acht Jahren genügen 18 von 28. Ehrlich dazu: Auch jetzt bleibt der Test streng. Im bebauten Gebiet erreichen 26 Prozent der Zellen Signifikanz (Anstiege eingeschlossen); von den elf Fundstellen bleibt eine mit dem Median ihrer Zellen unter der Schwelle (p 0,035), die übrigen liegen zwischen 0,11 und 0,54. Die Belegkraft trägt deshalb weiterhin die Regel der vier zusammenhängenden Zellen, nicht der Test; bei zehntausenden gleichzeitig getesteten Zellen und einer womöglich autokorrelierten Reihe wäre alles andere vorgetäuschte Präzision. Verfahren: Steigungsschätzer nach Sen (1968), Trendtest nach Mann (1945) und Kendall (1975, Rank Correlation Methods); praxisnah in Helsel u. a., Statistical Methods in Water Resources (USGS 2020), Kap. 12.
Die Stadtmaske und ihre Empfindlichkeit. „Bebaut" heißt hier: Im Umkreis von 250 m liegt das mehrjährige Saison-Normal unter 0,55. Das ist ein Behelf aus den Daten selbst, kein amtlicher Versiegelungslayer, und der Parameter verschiebt das Ergebnis merklich. In der alten Rasterung der Erstauswertung (geographisches Gitter) ergab dieselbe Datenlage mit der Maske 250 m/0,55 eine bebaute Fläche von 28,81 km² und 6,7 Prozent Rückgang, mit der engeren Maske 150 m/0,48 nur 9,68 km² und 6,0 Prozent (persistenter Verlust 2,42 gegen 3,13 Prozent). Wer nur eine der beiden Zeilen zeigt, führt in die Irre; deshalb stehen hier beide.
Kartenpass Draufsicht: Sentinel-2 L2A über die
Processing API des Copernicus Data Space Ecosystem · Echtfarben-Median
28. Juni bis 12. August 2026 (45-Tage-Fenster des Skripts) · natives
10-m-Gitter, WGS 84 / UTM 32N (EPSG:32632) · keine Auswertung, nur
Tonwertkurve · erzeugt am 12. August 2026 mit
python scripts/ortstermin/folge_bilder.py --slug vier-pixel
--lat 53.1462 --lon 8.2108.
Kartenpass Zweiwochen-Vergleich: Sentinel-2 L2A ·
wolkenbereinigter Median 29. Juli bis 12. August 2026 (8 Überflüge
im Fenster) gegen eine
tagesgenau gematchte Fenster-Baseline der Jahre 2020 bis 2025,
Mehrjahresvergleich gegen das Sommer-Composite 2021 · Analysegitter
20 m, WGS 84 / UTM 32N (EPSG:32632) · Schwellen: Abweichung ≤ −0,10
(2,7 σ des Bodenrauschens, s. Kartenpass Skalenprobe), Mehrjahresdifferenz
≤ −0,15, vorher grün ≥ 0,55, mindestens vier zusammenhängende Zellen,
Stadtmaske 250 m/0,55 · verarbeitet am 12. August 2026 mit
python scripts/ortstermin/ndvi_fundstellen.py --aoi oldenburg
--referenzjahr 2021 --bbox 8.155,53.105,8.285,53.185 --json
docs/daten/fundstellen-oldenburg-2026-W33.json · Daten:
docs/daten/fundstellen-oldenburg-2026-W33.json ·
Beobachtungen je Zelle: 1 bis 7, Median 4. Ergebnis: 89 Fundstellen,
die zwanzig größten gelistet; zwei davon liegen mit ihrem Schwerpunkt
auf einer fallenden Trendzelle (Punktprobe je Fundstelle, kein
Flächenvergleich).
Kartenpass Trend: Sentinel-2 L2A ·
Peak-Season-Composites der Jahre 2018 bis 2025 (ISO-Wochen 23 bis 35) ·
einbezogene Überflüge je Sommerfenster: 37 · 36 · 37 · 36 · 37 · 36 ·
36 · 53 (2025 mit Sentinel-2C), gesamt 308 — gezählt am
13. August 2026 im öffentlichen CDSE-Katalog mit
python scripts/ortstermin/szenen_zaehlen.py --aoi oldenburg
--trend docs/daten/trend-oldenburg-2018-2025.json
--fundstellen docs/daten/fundstellen-oldenburg-2026-W33.json
--json docs/daten/szenen-oldenburg-2018-2026.json, Daten:
docs/daten/szenen-oldenburg-2018-2026.json ·
Theil-Sen-Steigung je Zelle, Mann-Kendall-Test (Signifikanzniveau 0,05) ·
Analysegitter 20 m, WGS 84 / UTM 32N (EPSG:32632) · Schwellen: fallend
ab 0,02 Verlust je Jahr, mindestens vier zusammenhängende Zellen, vorher
grün ≥ 0,55, Stadtmaske 250 m/0,55 · verarbeitet am 12. August 2026 mit
python scripts/ortstermin/ndvi_trend.py --aoi oldenburg --bbox
8.155,53.105,8.285,53.185 --jahre 2018,2019,2020,2021,2022,2023,2024,2025
--vergleich docs/daten/fundstellen-oldenburg-2026-W33.json --json
docs/daten/trend-oldenburg-2018-2025.json · Daten:
docs/daten/trend-oldenburg-2018-2025.json ·
Beobachtungen je Zelle: 2 bis 22, Median 11. Kartenbild:
python scripts/ortstermin/fundstellen_karte.py --was karte
--quelle trend --json docs/daten/trend-oldenburg-2018-2025.json
--jahre 2018,2019,2020,2021,2022,2023,2024,2025
--ausschnitt 8.162872,53.126906,8.258728,53.165494 --spanne 0.05
--markiere 20 --breite-px 960 · Darstellung: Steigungen
unter ±0,005/Jahr bleiben ungefärbt (Rauschkern, 10 % der
Spanne), danach setzt der Verlauf leicht progressiv ein
(Exponent 1,2); Rasterreihe: derselbe Aufruf mit
--was raster-reihe --faktoren 1,3,10 --breite-px 1018;
Dreiklang-Kacheln (Fundstelle 2, Kante 150 m):
--was dreiklang --nr 2 --referenzjahr 2018 --kante-m 150
--breite-px 1020. Luftbildkachel darin: LGLN DOP20, Bildflug
6. April 2023, Ausgabe 2023, Bezug 12. August 2026. Die Erstrechnung
über 2020–2025 bleibt als
trend-oldenburg-2020-2025.json
archiviert.
Kartenpass Skalenprobe: Rechenprobe auf denselben
Daten · Bodenrauschen der Zweiwochen-Abweichung über 72.403 unauffällige
Zellen: robuste Streuung 0,037 NDVI-Punkte, die Schwelle 0,10 liegt
bei 2,7 σ · Verdünnung gerechnet für den Sprung von dichtem Kronendach
auf offenen Boden (NDVI-Differenz 0,55) · verarbeitet am
12. August 2026 mit python scripts/ortstermin/skalenprobe.py
--aoi oldenburg --bbox 8.155,53.105,8.285,53.185 --json
docs/daten/skalenprobe-oldenburg-2026-W33.json · Daten:
docs/daten/skalenprobe-oldenburg-2026-W33.json.
- Bürgerentscheid vom 22.02.2026, amtliches Endergebnis vom 24.02.2026: 22.560 Ja (60,58 %), 14.682 Nein (39,42 %), Beteiligung 27,24 %; Zustimmungsquorum 20 % der 135.173 Wahlberechtigten = 27.035 Ja-Stimmen, verfehlt. Rechtsgrundlage § 33 NKomVG.
- Satzung zum Schutz, zum Erhalt, zur Pflege und zur Entwicklung des Baumbestandes in der Stadt Oldenburg (Oldb) vom 30. Juni 2025, Ortsrecht 3.80, verkündet im Amtsblatt Nr. 13 vom 18.07.2025, in Kraft seit 19.07.2025; Schwelle und Messhöhe nach § 2 Abs. 2 lit. a. Die frühere Satzung von 1997 wird am 01.03.1998 per Bürgerentscheid aufgehoben (eine städtische Quelle nennt den 11.03.1998).
- Zitat der Bürgerinitiative „MeinBaumOldenburg“ aus dem Aufruf zum Bürgerbegehren (2025).
- Eigene Auswertung: Sentinel-2 L2A über das Copernicus Data Space Ecosystem, Zweiwochenfenster 29.07.–12.08.2026, Trend über die Sommer 2018–2025, Analysegitter 20 m, WGS 84 / UTM 32N (EPSG:32632). Alle Verfahren, Schwellen, Skriptaufrufe und Datendateien im Abschnitt „Methoden & Quellen" oberhalb; Skripte und Daten versioniert auf GitHub. Enthält modifizierte Copernicus-Sentinel-Daten (2018–2026).
- Geobasisdaten: © LGLN (2026) — Digitale Orthophotos DOP20, CC BY 4.0, https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de, Ausschnitt, Daten verändert. Bezogen zuletzt am 12. August 2026 über den offenen Dienst des LGLN (opendata.lgln.niedersachsen.de); Bildflug 6. April 2023, Ausgabe 2023, Bodenauflösung 20 Zentimeter. Ortsnamen aus OpenStreetMap, © OpenStreetMap contributors, https://www.openstreetmap.org/copyright.
- Kühlleistung und Ersatz: Messungen der TU München an Winterlinden (Sommer 2015); Modellrechnungen des Projekts CityTree II; Erlwein, Zölch & Pauleit, Building and Environment 205 (2021), Art. 108233; Sensitivität gegenüber Versiegelung und Bodenwasser aus dem CityTree-II-Abschlussbericht.
- Baumüberschirmung, erster Wert: 15,9 % — Angabe der Stadt Oldenburg, im Bürgerentscheid von der Befürworterseite verwendet; eine veröffentlichte Methodik (Sensor, Höhenschwelle, Bezugsfläche, Erhebungsjahr) existiert nicht. Belegt über die Pressemitteilung der Grünen-Ratsfraktion vom 18.02.2026 (dort mit Vergleichswerten Hamburg 23, Göttingen 22, Osnabrück 19 %) und die Oldenburger Onlinezeitung („nach Angaben der Stadt“).
- Baumüberschirmung, zweiter Wert: Hitze-Check 2026 der Deutschen Umwelthilfe (Analyse: LUP GmbH) — Beschirmungsgrad 2025 für Oldenburg 32,33 %: Vegetation über 2,5 m Höhe, bezogen auf die Siedlungs- und Verkehrsfläche; sieben von 195 Städten liegen über 30 %. Oldenburgs Versiegelungstrend 2018–2025 bewertet dieselbe Untersuchung mit +0,52 Punkten als rot. Quellen: Pressemitteilung vom 09.06.2026, Städte-Tabelle (PDF, Oldenburg S. 6), Methodik-FAQ (PDF). Die beiden Überschirmungswerte sind unterschiedlich definiert und nicht ineinander umrechenbar — die Vergleichsstädte der Stadt-Reihe (Hamburg 23 %) und der DUH-Reihe (Hamburg 30,99 %) zeigen die Definitionslücke direkt.