Dreihundertsechzig Hektar
Das Ammerland ist die dichteste Baumschullandschaft Europas. Auf einem Landkreis von der Größe des Bodensees wachsen Rhododendren, Koniferen und Heckenpflanzen für halb Deutschland. Das Landesamt für Statistik zählt sie alle vier Jahre.
2021 sind es 160 Betriebe auf 2.612 Hektar. 2025 sind es 149 Betriebe auf 2.252 Hektar. Dreihundertsechzig Hektar weniger in vier Jahren, knapp vierzehn Prozent.
Wie trocken diese Jahre waren, muss niemand schätzen. Der Deutsche Wetterdienst legt offene Monatsraster über das Land: Niederschlag und mögliche Verdunstung, aus beidem folgt die Wasserbilanz eines Sommers. Über genau diesem Ausschnitt gemittelt, für jeden Sommer seit 1991, ergibt das eine klare Reihenfolge. 2018 ist der trockenste, 2022 der zweittrockenste von 35. Einem gewöhnlichen Sommer fehlen hier 42 Liter je Quadratmeter. 2022 fehlten 217, im Jahr 2018 sogar 237. Der Boden sagt dasselbe: In beiden Sommern hält er im Mittel nur rund die Hälfte des pflanzenverfügbaren Wassers, in zweien der Vergleichsjahre 72 und 79 Prozent, im dritten 59. Das Vergleichsjahr 2025 ist damit die schwächste der drei Stützen. Der Rekordsommer 2018 liegt allerdings vor der ersten Zählung; in das Fenster der 360 Hektar fällt nur 2022.
35 Sommer Wasserbilanz über dem Ammerland
- die beiden Dürresommer 2018 und 2022.
- alle übrigen Sommer seit 1991.
- gestrichelt: der Median, −42 Millimeter.
Klimatische Wasserbilanz Juni bis August: Niederschlag minus möglicher Verdunstung. Null hieße: Es verdunstet genau so viel, wie fällt. Ein Millimeter ist ein Liter je Quadratmeter.
Die Vermutung liegt damit noch näher, als sie ohnehin lag: Die Dürre hat sie geholt. Also sehe ich nach, mit dem, was aus der Ferne geht. Acht Sommer Sentinel-2, ein Landkreis, zwei Indizes. Was auf einem einzelnen Betrieb passiert ist, klärt das nicht; dafür müsste ich hingehen, und das steht noch aus.
700 km Sehen
Der erste Reflex bei Trockenheit ist der NDVI, der Index, der misst, wie grün eine Fläche ist. Er ist für diese Frage das falsche Werkzeug, und zwar aus einem Grund, den man leicht übersieht: Grün ist das langsamste Signal, das eine Pflanze sendet. Ein Blatt wird braun, wenn es die Sache schon hinter sich hat.
Also rechne ich beides. Der NDVI misst die Farbe. Der NDMI misst das Wasser im Blatt selbst: Er nutzt das kurzwellige Infrarot, in dem flüssiges Wasser Licht schluckt. Trocknet das Gewebe, steigt dort die Reflexion, und der Index fällt, Wochen bevor sich die Farbe rührt. Beide aus denselben Aufnahmen, dieselbe Wolkenmaske, dasselbe Gitter von 20 Metern.
Acht Sommer über demselben Landkreis
- NDVI: wie grün die Landschaft ist. Obere Linie.
- NDMI: wie viel Wasser im Blatt steckt. Untere Linie.
- hinterlegt: die beiden Dürresommer 2018 und 2022.
Beide Indizes laufen von −1 bis +1 und sind im selben Maßstab abgetragen. Jeder Punkt ist der Mittelwert über den ganzen Ausschnitt, gerechnet aus dem wolkenfreien Median der Wochen 23 bis 35.
Der Dürresommer 2018 fällt im Grün um 0,054 Punkte unter das Vergleichsjahr 2021. Im Wasser fällt er um 0,113, gut doppelt so tief.
Und dann 2022. Im Grün liegt dieser Sommer bei 0,742, das Vergleichsjahr 2021 bei 0,749. Sieben Tausendstel. Wer nur den NDVI ansieht, findet den Dürresommer 2022 über dem Ammerland nicht. Im Wasser liegt er 0,051 darunter, siebenmal so weit.
Das ist der erste Befund, und er hat mit Baumschulen noch gar nichts zu tun: Eine Landschaft kann grün aussehen und messbar trocken sein. Die Farbe hinkt hinterher.
20 m Erkunden
Aus beiden Indizes zusammen wird eine Karte mit vier Feldern. Für jeden Bildpunkt vergleiche ich die zwei Dürresommer mit drei unauffälligen, 2021, 2024 und 2025, und frage zweimal: Fällt das Grün? Fällt das Wasser?
Was als „fällt" gilt, will gemessen sein und nicht gesetzt. Der Maßstab dafür sind zwei unauffällige Sommer gegeneinander: Was sich zwischen ihnen unterscheidet, ist alles, was Orbitlage, Wolkenreste, Mahdtermine und Fruchtwechsel zusammen anrichten. Diese Streuung liegt bei 0,075 NDVI-Punkten. Die Schwelle setze ich aufs Doppelte. Vier verschiedene Jahrespaare liefern zwischen 0,056 und 0,076; ich nehme das strengste.
Damit man weiß, worüber gleich vier Farben liegen, hier zuerst der Ausschnitt selbst. Es ist derselbe Rahmen wie auf der Karte darunter, Zeile für Zeile: Wer beide Bilder übereinanderdenkt, findet jede auffällige Parzelle im Luftbild wieder.
Zwei Dürresommer gegen drei Normaljahre
- kein Rückgang über der Schwelle, 78,6 % der Fläche.
- Feuchte fällt, Grün nicht: 6,8 %.
- Grün und Feuchte fallen: 11,2 %.
- Grün fällt, Feuchte nicht: 3,4 %.
- blasse Punkte: Hinweise unterhalb der Belegschwelle. Einzelzellen, die Rauschen oder Registrierungsversatz sein können. Sie fließen in keine Zahl ein.
- Kreis: ein von Hand im Luftbild bestätigtes Baumschulquartier.
Die große blasse Klasse heißt nicht „hier war Wasser genug". Sie heißt: Der Rückgang bleibt unter der Schwelle. Das ist eine Nicht-Aussage, und sie soll auch wie eine aussehen.
Die Karte ist lesbar: Man sieht Schläge, Parzellengrenzen, die Wallhecken dazwischen. 6,8 Prozent der Fläche verlieren Wasser, ohne Farbe zu verlieren, das sind 2.342 Hektar. Davon liegen 1.536 Hektar in 965 zusammenhängenden Fundstellen ab 0,48 Hektar, der Rest in kleineren Flecken unterhalb der Belegschwelle.
Zweitausenddreihundertzweiundvierzig Hektar. Die amtliche Baumschulfläche des Landkreises beträgt 2.252. Das ist keine Übereinstimmung, nur dieselbe Größenordnung. Aber es ist die Sorte Nähe, an der man hängen bleibt. Und genau deshalb muss die nächste Frage kommen.
Das Gatter: Ist das überhaupt eine Baumschule?
In „Vier Pixel" stand vor der Auswertung eine Skalenprobe: Ist das Objekt größer als die kleinste Fläche, die das Gitter zeigt? Hier ist es eine andere Frage, und ich habe sie beim ersten Anlauf übersprungen.
Der Satellit sieht Flächen. Er sieht keine Betriebe. Bevor ein Satz über Baumschulen fallen darf, muss Baumschulfläche von Grünland zu trennen sein.
Der naheliegende Griff: Rhododendren und Koniferen sind immergrün. Im Spätwinter, wenn die Laubgehölze kahl stehen und die Sonne wieder hoch genug steht, müssten sie sich abheben. Ich hole zwei solche Fenster, 1. Februar bis 20. März 2021 und 2025, und sehe mir die Verteilung an.
Ein Gipfel. Kein Tal. Die Winterwerte des ganzen Ausschnitts drängen sich um 0,57, ohne jede Einbuchtung, an der eine Grenze liegen könnte. Und die Größenprobe macht es endgültig: Eine Schwelle, die genau die amtliche Hektarzahl übrig ließe, müsste bei 0,758 liegen, also an der oberen Flanke desselben einen Gipfels. Eine Schwelle dort wäre gesetzt, nicht gemessen.
Bleibt die ehrliche Notlösung: hinsehen. Neun Baumschulquartiere und neun Grünlandflächen, jede einzeln im Luftbild bei 20 Zentimetern bestimmt. Ein Quartier erkennt man dort an drei Dingen, die auf 20 Metern restlos verschwinden: an den Reihen im Meterabstand, an den rechteckigen Quartieren mit Wendestreifen, an den Folien- und Containerflächen daneben.
Und jetzt wird es interessant. Die Baumschulen sind im Sommer weniger grün als das Grünland: 0,592 gegen 0,775. Kein Wunder, zwischen den Reihen liegt Boden, und ein 20-Meter-Bildpunkt mittelt ihn mit. Es gibt also einen Unterschied im Mittel.
Nur nützt er nichts. Der grünste Baumschulpunkt liegt bei 0,674, der blasseste Grünlandpunkt bei 0,610. Die Klassen überlappen, und was passiert, wenn man trotzdem eine Schwelle zieht, lässt sich ausrechnen:
| Schwelle | markierte Fläche | Anteil | davon Baumschule |
|---|---|---|---|
| unter 0,60 | 4.783 ha | 13,9 % | höchstens 47 % |
| unter 0,65 | 6.528 ha | 18,9 % | höchstens 35 % |
| unter 0,70 | 9.084 ha | 26,3 % | höchstens 25 % |
Die Hektarwerte dieser Tabelle stammen aus der Erstrechnung auf dem geographischen Nenngitter, Flächen sind dadurch rund ein Prozent unterschätzt; neu gerechnet ist sie nicht. An der Größenordnung des Befunds ändert das nichts.
Bei 0,70 sitzen alle neun Baumschulen der Stichprobe drin. Auf der Stichprobe sieht die Schwelle damit perfekt aus. Auf der Karte markiert sie ein Viertel des Landkreises, während Baumschulen höchstens 6,5 Prozent ausmachen können. Drei von vier so markierten Hektar wären keine Baumschule.
Das ist kein Programmierfehler, sondern eine Eigenschaft des Problems: Eine Handvoll bestätigter Flächen sagt nichts darüber, wie häufig die Klasse in der Landschaft überhaupt ist. Ein Verfahren kann auf jeder Probe recht behalten und auf der Karte trotzdem mehrheitlich danebenliegen.
Das Gatter hält also nicht. Aus dem Bild allein wird keine Baumschule. Wenn diese Flächen einen Namen bekommen sollen, muss der Name von woanders kommen.
100 m Prüfen
Vorher noch der Versuch, der scheitert, weil er den ganzen Rest erklärt. Statt aus der Karte auf Baumschulen zu schließen, kann man die achtzehn von Hand bestätigten Flächen nehmen und fragen, wie sie auf die Dürre reagiert haben. Im Grün kommen die Quartiere um 0,031 Punkte besser durch als das Grünland, im Wasser liegen sie um 0,012 dahinter. Beide Zahlen sind kleiner als das Rauschen: Zwischen zwei unauffälligen Sommern schwankt derselbe Bildpunkt um 0,075. Mit achtzehn Punkten ist keiner der beiden Effekte zu halten, und die Neuberechnung auf dem metrischen Gitter hat beim Wasser sogar das Vorzeichen gedreht.
Der Name kommt von der Agrarförderung. Sie führt jeden beantragten Schlag mit seiner Nutzung, und „Baumschulen" ist darunter ein eigener Wert. Nicht aus dem Spektrum geraten, sondern vom Betrieb selbst erklärt und von der Bewilligungsstelle geführt. Die Kulisse ist offen abrufbar; ihre Lizenz habe ich am 9. August wörtlich geprüft und ins Quellenregister eingetragen. Erst die Zeile im Register, dann die Zeile im Skript, so steht es im eigenen Regelwerk.
Im Ausschnitt dieser Folge liegen 8.671 Antragsschläge in 79 Nutzungsarten. 1.192 davon sind Baumschulen, zusammen 1.043 Hektar. Nach den Mähweiden und dem Silomais ist das die dritthäufigste Nutzung des Gebiets. Aus neun Handpunkten werden damit über tausend Flächen, die ihren Namen mitbringen.
Ich lege die Schläge auf dasselbe 20-Meter-Gitter und frage für jeden einzeln, wie er durch die Dürresommer gekommen ist. Zwei Vorsichtsmaßnahmen gehören dazu. Es zählen nur Zellen, deren vier Nachbarn zum selben Schlag gehören, denn eine Zelle auf der Grenze mischt beide Seiten, und hinter einer Baumschulgrenze liegt fast immer Grünland. Und ein Schlag braucht mindestens zwölf solcher Kernzellen, dieselbe Belegschwelle wie die Karte oben. Übrig bleiben 281 Baumschulschläge, 1.966 Grünlandschläge und 2.067 Ackerschläge.
| Nutzung | Schläge | NDVI normal | Rückgang Grün | Rückgang Wasser |
|---|---|---|---|---|
| Baumschulen | 281 | 0,638 | −0,038 | −0,054 |
| Grünland (Mähweiden, Wiesen) | 1.966 | 0,787 | −0,106 | −0,169 |
| Acker (Mais, Getreide, Ackergras) | 2.067 | 0,776 | −0,035 | −0,058 |
Wie die drei Nutzungen durch die Dürresommer kommen
- Baumschulen, 281 Schläge.
- Grünland, 1.966 Schläge.
- Acker, 2.067 Schläge.
Nicht die Mittelwerte, sondern die Streuung: Der dicke Balken deckt die mittlere Hälfte der Schläge ab, die dünne Linie neun Zehntel, der helle Strich sitzt auf dem Median. So sieht man auch, wie weit sich die Klassen überlappen, und das tun sie reichlich.
Der Maßstab will dabei neu gemessen sein. Die 0,075 Punkte von oben gelten für eine einzelne 20-Meter-Zelle. Über einen ganzen Schlag gemittelt sollte weniger übrig bleiben, und beim Grünland ist es auch so: 0,085. Auf Baumschulschlägen sind es 0,121, auf Äckern 0,191. Das ist kein Messfehler, das ist die Bewirtschaftung. Ein Quartier wird gerodet und neu gepflanzt, ein Acker trägt in zwei Jahren zwei verschiedene Früchte. Wer diese Schläge vergleicht, vergleicht unruhigere Objekte, als die Karte oben vermuten lässt.
Und jetzt trägt es. Die Baumschulen fallen im Grün um 0,068 Punkte weniger als das Grünland nebenan, im Wasser um 0,115. Das ist derselbe Effekt, den achtzehn Punkte nicht halten konnten, nur doppelt so groß und diesmal mit einer Zahl dahinter: Das 95-Prozent-Intervall reicht von 0,056 bis 0,076 im Grün und von 0,097 bis 0,123 im Wasser.
Beim Intervall musste ich etwas tun, das wichtiger ist, als es klingt. Gezogen wird nicht über Schläge, sondern über Feldblöcke. Was auf einem Feldblock liegt, teilt Boden, Betrieb, Beregnung und Wolke; zweitausend Schläge sind keine zweitausend unabhängigen Fälle. Über Schläge gezogen wäre das Intervall deutlich schmaler geworden und um genau diese Differenz gelogen.
Damit hätte die Folge ihre Antwort: Baumschulen kommen besser durch die Dürre. Bewässerte Kulturen, tiefer wurzelnde Gehölze, kleinere Schläge, alles plausibel. Ich habe der Antwort dann zwei Fragen gestellt, und die erste hat sie umgedreht.
Der Acker kommt genauso gut durch. Mais, Getreide und Ackergras fallen im Grün um 0,071 Punkte weniger als das Grünland und im Wasser um 0,111, also praktisch dasselbe wie die Baumschulen. Stellt man Baumschule gegen Acker, bleibt nichts übrig: 0,003 Punkte im Grün, 0,004 im Wasser, beides mitten im Rauschen.
Der Befund gehört also nicht den Baumschulen. Er gehört dem Grünland. Nicht „die Baumschulen halten durch", sondern „die Weiden brechen ein, und alles andere nicht". Das ist die unauffälligere Geschichte, und sie ist die, die in den Daten steht.
Die zweite Frage war der naheliegendste Einwand: Baumschulen starten blasser, 0,638 gegen 0,787. Was oben anfängt, hat mehr Platz zu fallen. Also derselbe Vergleich noch einmal, aber nur zwischen Schlägen mit ähnlichem Ausgangsgrün. Im Grün verschwindet der Vorsprung dann fast vollständig; in den Bändern zwischen 0,65 und 0,80 liegt er bei null. Im Wasser bleibt er, zwischen 0,04 und 0,07 Punkten. Der Acker dagegen schlägt das Grünland auch höhengleich, über sechs Bänder und um 0,06 im Grün. Die Sättigung allein erklärt das Loch im Grünland also nicht.
Die Karte oben sagt dasselbe von der anderen Seite. Beantragte Baumschulfläche macht 3,0 Prozent der Auswertungsfläche aus. Von den 965 Fundstellen der Klasse „Feuchte fällt, Grün nicht" liegen acht auf einer Baumschule. Bei reinem Zufall wären es 29 gewesen. Wo die Karte am stärksten ausschlägt, sind Baumschulen also gut dreimal seltener als anderswo, und die neun Kreise auf der Karte liegen entsprechend fast alle im blassen Feld. Ich habe die sechs stärksten Feuchte-Fundstellen einzeln im Luftbild angesehen: Fünf sind Weiden, Äcker, Schläge zwischen Wallhecken; die sechste ist eine Reihenkultur junger Gehölze am Waldrand. Ob Baumschule, Aufforstung oder Weihnachtsbaumkultur, entscheidet das Bild nicht.
Eine Sache muss jeder mitlesen, der diese Zahlen weiterträgt. Die Kulisse zeigt beantragte Nutzung, nicht Landbedeckung. Wer keine Agrarförderung beantragt, steht dort nicht. Und das trifft ausgerechnet die intensivste Form des Gartenbaus.
Die Probe dafür liegt schon vor. Von den neun Quartieren, die ich im Luftbild von Hand bestätigt habe, trägt genau eines einen Antragsschlag mit dem Wert „Baumschulen"; bei dreien liegt einer im Umkreis von vierzig Metern. Zwei sind als „alle anderen Flächen, keine landwirtschaftliche Fläche" beantragt, vier tragen gar keinen Antragsschlag. Sehe ich mir diese vier im Luftbild an, stehen dort Folienhäuser, Containerstellflächen und überdachte Quartiere. Also genau das, was im Fördersinn keine landwirtschaftliche Fläche ist.
Die 281 ausgewerteten Schläge sind deshalb nicht „die Baumschulen des Ammerlandes". Sie sind die Freilandquartiere unter ihnen, die als Agrarfläche beantragt sind. Für eine Dürrefrage ist das vermutlich die interessantere Hälfte, denn was unter Folie oder im Container steht, wird ohnehin gegossen. Behauptet ist trotzdem nur etwas über sie.
Eine zweite Grenze bringt die Kulisse mit: Abrufbar sind die Antragsjahre 2025 und 2026, ein offenes Archiv gibt es nicht. Über den Sommern 2018 und 2022 liegt damit eine heutige Gebietskulisse, und je weiter ein Jahr zurückliegt, desto mehr Schläge haben seither die Nutzung gewechselt. Deshalb habe ich beide Dürrejahre auch einzeln gerechnet. 2018 fallen die Baumschulen um 0,039 Punkte im Grün, 2022 um 0,031; das Grünland um 0,139 und um 0,064. Das Muster steht in beiden Jahren, im älteren sogar deutlicher.
Und das Luftbild hat hier eine zusätzliche Schwäche, die ich benennen muss: Anders als in Oldenburg gibt der Dienst für dieses Gebiet kein Bildflugdatum heraus. Ich nutze es deshalb nur für die Frage, welche Art Fläche dort liegt. Reihen und Folienhäuser verschwinden nicht in drei Jahren. Zum Datieren einer Veränderung taugt es ohne Datum nicht.
Einordnen Was die Zahl nicht sagt
Zurück zu den dreihundertsechzig Hektar. Die Statistik zählt Baumschulfläche, also Fläche, auf der ein Betrieb im Erhebungsjahr Baumschulkulturen angibt. Diese Zahl kann aus sehr verschiedenen Gründen fallen, und die Erhebung nennt keinen davon.
Ein Betrieb gibt auf, und der Nachbar macht Grünland daraus. Ein Betrieb stellt von Freiland auf Container um und braucht dafür weniger Hektar. Ein Betrieb schrumpft, weil der Absatz einbricht; Baumschulware ist eine langfristige Investition, und wer baut, pflanzt zuletzt. Ein Betrieb verliert Bestände in der Dürre. Von oben sehen die ersten drei Fälle gleich aus, und der vierte sieht aus wie gar nichts, wenn nachgepflanzt wurde.
Eine Rechnung dazu, die nichts erklärt, aber die Größenordnung einordnet: Zwischen den Erhebungen verschwinden elf Betriebe. Bei einer durchschnittlichen Betriebsgröße von 16,3 Hektar sind das rund 180 Hektar, die Hälfte des Rückgangs. Die andere Hälfte müssen Betriebe sein, die bleiben und schrumpfen. Keiner dieser beiden Vorgänge muss etwas mit Wetter zu tun haben.
Belegt sind stattdessen zwei andere Dinge, beide unauffälliger als die Überschrift. Erstens: Über acht Sommer wird diese Landschaft in den Dürrejahren messbar trockener, ohne dass sich ihre Farbe wesentlich ändert. Wer Trockenheit an der Farbe misst, und das tun die meisten schnellen Karten, sieht 2022 über dem Ammerland nichts. Zweitens: Wo der Rückgang im Grün wirklich sitzt, ist nicht die Baumschule, sondern die Weide.
Und noch etwas, das man nicht messen kann und mitdenken muss: Wer in einer Dürre grün bleibt, hat das oft nicht geschenkt bekommen. Grün kann Beregnung sein, also Wasser aus dem Boden, also eine Erlaubnis, ein Zähler, ein Preis. Der Satellit sieht das Ergebnis und nie den Preis. Ob die blassen Flächen auf dieser Karte gut durch die Dürre gekommen sind oder nur gut versorgt wurden, steht in keinem Bildpunkt. Genau das macht den Befund oben zweideutig: Dass Baumschulen und Äcker halten und die Weide nicht, kann heißen, dass sie mehr aushalten. Es kann auch heißen, dass für sie jemand die Pumpe angestellt hat.
0 m Der erste Schritt
Worum es gehtdie Frage vor der Antwort.
Was im Weg stehtdass eine gute Karte auch dann überzeugt, wenn sie die falsche Fläche zeigt.
Der erste Schritthingehen und die vier Quartiere fragen, die in keinem Register stehen.
Die amtliche Kulisse hat das Gatter geöffnet, aber sie hat dabei eine neue Lücke gezeigt. Vier der neun Quartiere, die im Luftbild zweifelsfrei Baumschule sind, tauchen im Antragsregister überhaupt nicht auf, zwei weitere nur als „keine landwirtschaftliche Fläche". Das sind keine Randfälle, das sind die Folienhäuser und Containerflächen: der Teil des Gartenbaus, der am meisten Wasser braucht und am wenigsten wie Landwirtschaft aussieht.
Von oben ist diese Lücke nicht zu schließen. Kein Index unterscheidet eine Containerstellfläche von einem Lagerplatz, und ein Register, in dem jemand nicht steht, wird durch mehr Rechenzeit nicht vollständiger. Die nächste belastbare Auskunft kommt von den Betrieben selbst: Wie viel Fläche steht heute unter Folie, was ist seit 2018 aufgegeben worden, und was hat der Sommer 2018 gekostet. Das ist ein Termin, kein Skript.
Was aus der Ferne offen bleibt
Drei Dinge kann ich nicht, und mehr Rechenzeit ändert daran nichts.
Alle Flächen benennen. Die amtliche Kulisse benennt 1.192 Baumschulschläge, und das trägt die Zahlen oben. Sie benennt aber nur, wer Agrarförderung beantragt. Was unter Folie und im Container steht, bleibt unsichtbar, und das ist ausgerechnet der Teil, um den es bei Wasser am ehesten geht.
Die Ursache trennen. Betriebsaufgabe, Umstellung auf Container, Absatzkrise und Trockenschaden sehen aus dem Orbit gleich aus. Wer aus dieser Auswertung eine Ursache für die 360 Hektar zieht, hat sie mitgebracht.
Den Preis sehen. Beregnung ist von oben unsichtbar. Eine Fläche, die grün bleibt, und eine Fläche, die grün gehalten wird, sind im Bild dasselbe.
Der nächste Schritt ist deshalb keiner, den man rechnen kann. Hingehen, fragen, nachsehen, bei denen, die ihre Quartiere kennen und wissen, was 2018 gekostet hat. Das kommt als eigene Folge. Bis dahin steht hier, was sich von oben belegen lässt, und was daraus eben nicht folgt. Wann ist eine Karte gut genug, um etwas zu behaupten?
Wer die Ebenen selbst übereinanderlegen will, Zeitreihen, Indizes, verschiedene Gitterweiten über derselben Landschaft, findet die Rechenwerkstatt im Layer-Explorer.
Die Frage dieser Folge lässt sich dort nachstellen: Man nehme zwei Sommer, lege sie übereinander und sehe zu, wie sich das Bild ändert, je nachdem welchen Index man wählt.
Selbst nachsehen
Zwei Sommer im Szenen-Explorer übereinanderlegen · die Wochenkarten im NDVI-Monitor verfolgen · Quelle und Lizenz jeder Ebene im Konnektoren-Katalog nachlesen.
Methoden & Quellen
Die wiederkehrenden Verfahren des Feldbuchs sind einmal zentral erklärt: Median-Composites mit Wolkenmaske, das metrische Analysegitter, Belegschwellen und die Luftbild-Gegenprobe mit drei Zeitangaben stehen auf der Seite So entstehen die Karten. Hier stehen die Parameter dieser Folge; jede tragende Zahl liegt in einer offenen Datendatei. Skripte und Datendateien liegen versioniert auf GitHub: github.com/retteten/fieldbook-code. Die Pfade unten sind Pfade in diesem Repository.
- Sommer-Composites: Sentinel-2 L2A über die
CDSE Processing API · je Jahr 2018–2025 ein Median-Composite
der ISO-Wochen 23–35 (Juni bis August), Wolken, Schatten und
Schnee über die Szenenklassifikation (SCL-Klassen 3, 8, 9,
10, 11) entfernt · drei Bänder: NDVI (B04/B08), NDMI
(B8A/B11), Zahl der Beobachtungen; beide Indizes aus
denselben Aufnahmen · Analysegitter 20 m, WGS 84 / UTM 32N
(EPSG:32632), Zellfläche exakt 400 m²; 884 × 1014 Zellen,
BBox nach außen aufs Gitter gesnappt (UTM 424.360–442.040
Ost, 5.885.960–5.906.240 Nord ≙ 7,865–8,134 O /
53,118–53,302 N), Ausschnitt 17,7 km breit ·
scripts/ortstermin/duerre_baumschulen.py, Rohdaten-Abruf 12. August 2026 · Beobachtungen je Zelle und Sommer über die fünf verwendeten Jahre: minimal 2, im Median 11, höchstens 22. Das Minimum tritt in Rand- und Wolkenlagen einzelner Jahre auf. - Winter-Composites (Identitätsprobe): dieselbe Kette, Fenster 1. Februar bis 20. März 2021 und 2025 · Rohdaten-Abruf 12. August 2026 · Ergebnis: eine eingipflige Winterverteilung (Gipfel 0,57 in beiden Jahren); eine Schwelle, die genau die amtlichen 2.252 Hektar übrig ließe, läge bei NDVI 0,758.
- Auswertung (Quadranten und Fundstellen):
verarbeitet am 12. August 2026 mit exakt diesem Aufruf:
python scripts/ortstermin/duerre_auswertung.py --duerre 2018,2022 --normal 2021,2024,2025 --rauschpaar 2021,2025 --json docs/daten/duerre-ammerland-2026-W33.json· Rauschboden aus dem Jahrespaar 2021/2025: σ 0,0747 (NDVI) und 0,0856 (NDMI); Schwelle je Index 2 σ → 0,1494 und 0,1712 · Auswertungsfläche 864.264 Landzellen = 34.570,6 Hektar; Wasser über NDVI > 0,25 ausgeschlossen · Fundstellen ab 12 zusammenhängenden Zellen (0,48 ha); auf der Karte trägt Farbe erst ein Fleck ab 4 Zellen, auffällige Einzelzellen erscheinen als blasse Hinweise und fließen in keine Zahl ein · Flächenangaben aus Pixelzählung, ohne formale Fehlerabschätzung · Daten: docs/daten/duerre-ammerland-2026-W33.json. - Handstichprobe: 20 Punkte (9 Baumschule,
9 Grünland/Acker, 2 Wald), am 9. August 2026 einzeln im
DOP20 bestimmt; Messwerte am 12. August 2026 auf dem
metrischen Gitter neu gezogen:
python scripts/ortstermin/duerre_stichprobe.py --json docs/daten/duerre-ammerland-stichprobe.json· je Punkt das Mittel eines 60-m-Fensters (3 × 3 Zellen) · Daten: docs/daten/duerre-ammerland-stichprobe.json. - Amtliche Kulisse (InVeKoS-Antragsschläge):
WFS agrar_ant des SLA Niedersachsen, Schicht
view_26_s_akt (Antragsjahr 2026), Klartext-Attribut
nc_festg_txt · abgerufen am 13. August 2026 in
EPSG:32632 über die bbox dieser Folge, geblättert zu 1.000
Merkmalen mit fester Sortierung · 8.671 Schläge, 79
Nutzungsarten, darunter 1.192 Baumschulen (1.043 ha beantragt),
3.040 Mähweiden (6.680 ha) und 1.669 Silomais (5.678 ha) ·
gerastert auf dasselbe 20-m-Gitter; gewertet werden nur
Kernzellen (alle vier Nachbarn im selben Schlag) und nur
Schläge mit mindestens 12 Kernzellen (0,48 ha) · je Schlag
der Median über seine Kernzellen ·
scripts/ortstermin/duerre_schlaege.py, Aufrufpython scripts/ortstermin/duerre_schlaege.py --duerre 2018,2022 --normal 2021,2024,2025 --rauschpaar 2021,2025 --json docs/daten/duerre-ammerland-schlaege.json· Daten: docs/daten/duerre-ammerland-schlaege.json. - Schlagvergleich (Statistik): Unterschied der Mediane, Vertrauensintervall aus einem Bootstrap mit 5.000 Ziehungen über Feldblöcke (FLIK), nicht über Schläge: 259 Baumschul- gegen 1.761 Grünland-Feldblöcke · zusätzlich Mann-Whitney-U in Normalnäherung mit Bindungskorrektur (Baumschule gegen Grünland: p < 10⁻²⁷ im Grün, p < 10⁻⁶⁷ im Wasser; Baumschule gegen Acker: p = 0,97 und p = 0,53) · Rauschboden je Schlag aus dem Jahrespaar 2021/2025: 0,121 (Baumschule), 0,085 (Grünland), 0,191 (Acker) NDVI · höhengleiche Gegenprobe in NDVI-Bändern von 0,05, gewertet nur Bänder mit mindestens 10 Schlägen je Klasse · Robustheitsprobe mit 4 und 25 Kernzellen statt 12: Grün +0,068 bzw. +0,059, Wasser +0,112 bzw. +0,103 · alle Zahlen in derselben Datendatei.
- Klima-Kontext (DWD): CDC-Monatsraster
(1 km) für Niederschlag, potenzielle Verdunstung und
Bodenfeuchte, Gebietsmittel über die BBox der Folge, Sommer
1991–2025 ·
scripts/klima/duerre_kontext.py, abgerufen 9. August 2026 · Daten: docs/daten/klima-ammerland-1991-2025.json · „Datenbasis: Deutscher Wetterdienst, Rasterdaten bildlich wiedergegeben." - Kartenrahmen (neu am 13.08.2026): Jede
Karte des Feldbuchs trägt jetzt Gradnetz, Maßstabsbalken,
Nordpfeil und CRS-Stempel im Bild selbst
(
scripts/ortstermin/kartenrahmen.py). Die Netzlinien sind echte geographische Linien: Jede wird in 33 Stützpunkten ins Analyse-CRS projiziert, weil ein Meridian auf einer UTM-Karte geneigt ist und ein gerader Strich hier bis zu 200 Meter danebenläge. Der Nordpfeil zeigt auf Gitternord; die Meridiankonvergenz gegenüber geographisch Nord steht als Zahl in der Fußzeile (hier 0,8° westlich). Der Maßstabsbalken ist exakt, weil das Bild in einem metrischen CRS liegt. - Luftbild-Übersicht (Verortung): LGLN DOP20 über dieselbe bbox, bezogen am 13. August 2026 in EPSG:25832 (dieselbe Projektion wie das Analysegitter, Datumsversatz unter einem Meter), 1.200 × 1.376 Bildpunkte ≙ rund 15 m je Bildpunkt. Bewusst grob: ein Übersichtsbild, kein Beleg. Für Belege stehen die Kacheln in identitaet.webp.
- Luftbild (Identitätsbild und Sichtung): LGLN DOP20, drei Zeitangaben getrennt. Bildflug: liefert der Dienst für dieses Gebiet nicht (der Info-Layer antwortet leer, in Oldenburg funktioniert dieselbe Abfrage); Ausgabe: damit ebenfalls nicht zuordenbar; Bezug: 9. August 2026 (Sichtung der Stichprobenpunkte) und 12. August 2026 (Bildkacheln). Genau deshalb dient das Luftbild hier nur der Bestimmung der Flächenart, nicht der Datierung.
- Zahlen der Erstrechnung: Die Schwellentabelle des Gatters (4.783 / 6.528 / 9.084 ha) und die Spannweite der vier Jahrespaare (0,056–0,076 NDVI) stammen aus der Erstrechnung vom 9. August 2026; Analysegitter: geographisches Raster (EPSG:4326), Nennweite 20 m am Mittelbreitengrad; Flächenangaben dadurch rund ein Prozent unterschätzt. Auf dem metrischen Gitter sind diese beiden Rechnungen nicht wiederholt; sie sind als Erstrechnung gekennzeichnet.
- Attribution: Contains modified Copernicus Sentinel data (2018–2025). Die deutsche Fassung an den Bildern ist Erläuterung.
- Baumschulerhebung des Landesamts für Statistik Niedersachsen: 2021 im Landkreis Ammerland 160 Betriebe auf 2.612 Hektar; 2025 149 Betriebe auf 2.252 Hektar. Landesweit fällt die Baumschulfläche im selben Zeitraum von 4.794 auf 4.060 Hektar (rund 15 Prozent). Die Erhebung findet alle vier Jahre statt und nennt keine Gründe für Flächenänderungen.
- Eigene Auswertung: Sentinel-2 L2A über das Copernicus Data Space Ecosystem. Acht Peak-Season-Composites (ISO-Wochen 23–35) der Jahre 2018 bis 2025 sowie zwei Spätwinter-Composites (1. Februar bis 20. März 2021 und 2025), Analysegitter 20 Meter (WGS 84 / UTM 32N, EPSG:32632), Ausschnitt 7,865–8,134 Ost / 53,118–53,302 Nord (nach außen aufs Gitter gesnappt). NDVI aus B04 und B08, NDMI aus B8A und B11, beide aus denselben Aufnahmen und derselben Wolkenmaske. Jeder Bildpunkt ist ein Median über wolkenfreie Beobachtungen: im Median 11 je Sommer, nie mehr als 22; in Rand- und Wolkenlagen einzelner Jahre auch nur 2. Rechenweg und Grenzen: Methodik-Seite und Kartenpässe oberhalb; Skripte und Daten auf GitHub. Enthält modifizierte Copernicus-Sentinel-Daten (2018–2025).
- Schwellen: robuste Streuung zweier unauffälliger Sommer gegeneinander (2021 gegen 2025), 0,0747 NDVI und 0,0856 NDMI; Schwelle jeweils das Doppelte. Vier geprüfte Jahrespaare ergaben in der Erstrechnung 0,056 bis 0,076 NDVI; verwendet ist das strengste. Zahlen: docs/daten/duerre-ammerland-2026-W33.json.
- Klimatischer Kontext: Deutscher Wetterdienst, CDC OpenData, Monatsraster (1 km) für Niederschlag, potenzielle Verdunstung (AMBAV, über Gras) und Bodenfeuchte (% nutzbarer Feldkapazität unter Gras), Sommer Juni–August 1991 bis 2025, Gebietsmittel über den Ausschnitt dieser Folge; klimatische Wasserbilanz = Niederschlag minus potenzieller Verdunstung. „Datenbasis: Deutscher Wetterdienst, Rasterdaten bildlich wiedergegeben", CC BY 4.0, https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de, Daten verändert (räumlich gemittelt, saisonal aufsummiert); abgerufen am 9. August 2026 über opendata.dwd.de. Rechenweg: scripts/klima/duerre_kontext.py, Zahlen: docs/daten/klima-ammerland-1991-2025.json.
- Handstichprobe: 9 Baumschulquartiere, 9 Grünland- und Ackerflächen, 2 Waldflächen, am 9. August 2026 jede im DOP20 einzeln bestimmt; Messwerte am 12. August 2026 auf dem metrischen Gitter neu gezogen. Messwert je Punkt ist das Mittel eines 60-Meter-Fensters. Koordinaten und Einzelwerte: docs/daten/duerre-ammerland-stichprobe.json. Es ist eine Handauswahl, keine Zufallsstichprobe, sie trägt keine Signifikanz.
- Geobasisdaten: © LGLN (2026), Digitale Orthophotos DOP20, CC BY 4.0, https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de, Ausschnitt, Daten verändert. Bezogen am 9. und 12. August 2026 über den offenen Dienst des LGLN (opendata.lgln.niedersachsen.de). Ein Bildflugdatum liefert der Dienst für dieses Gebiet nicht; das Luftbild wird deshalb nur zur Bestimmung der Flächenart genutzt, nicht zur Datierung.
- Amtliche Nutzungskulisse: InVeKoS-Antragsschläge des SLA Niedersachsen (WFS agrar_ant, Schicht view_26_s_akt, Attribut nc_festg_txt, Antragsjahr 2026), abgerufen am 13. August 2026. „© ML/SLA Niedersachsen/CC BY 4.0", https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de, Ausschnitt, Daten verändert (auf das 20-Meter-Gitter gerastert). Die Lizenz ist seit dem 9. August 2026 wörtlich geprüft und im Quellenregister eingetragen. Zwei Grenzen gelten für jede Zahl, die aus dieser Kulisse stammt: Sie zeigt beantragte Nutzung, nicht Landbedeckung, und abrufbar sind nur die Antragsjahre 2025 und 2026, für die Dürresommer also eine heutige Gebietskulisse. Deckungsprobe gegen die neun handbestätigten Quartiere: eines trägt einen Baumschulen-Antragsschlag, bei dreien liegt einer im 40-Meter-Umkreis, zwei sind als „alle anderen Flächen (keine LF)" beantragt, vier tragen gar keinen Antragsschlag.