Die Karte oben ist kein Screenshot — sie ist der Live-Beweis, dass moderne
Geo-Anwendungen ohne laufende Server-Dienste auskommen. Drei Bausteine tragen
die gesamte Layer-Explorer-Familie:
Eine Datei statt Tile-Server
Die komplette Vektor-Basiskarte (OpenStreetMap, Region Oldenburg/Nordwest)
liegt als eine einzige Datei
(tiles/nordwest.pmtiles) auf diesem Webspace. Das
PMTiles-Format ordnet zehntausende Kartenkacheln so in einem Archiv an,
dass jede über ihre Byte-Position auffindbar ist.
Der Browser fordert deshalb per HTTP-Range-Request
(Range: bytes=…) immer nur die paar Kilobyte an, die der
sichtbare Ausschnitt gerade braucht — eine Fähigkeit, die jeder einfache
Webserver mitbringt. Es gibt keinen Tile-Server, keine Datenbank, keinen
Prozess, der laufen und gewartet werden muss. Schriften, Symbole, Stil und
Daten kommen vollständig von dieser Domain: keine Cookies, kein Datenabfluss.
Der Browser als Analyse-Engine
Dasselbe Range-Request-Prinzip trägt auch die Analyse: Rasterdaten liegen
als Cloud-Optimized GeoTIFF (COG) auf dem Webspace, und
geotiff.js liest daraus nur den benötigten Ausschnitt an
Rohwerten — direkt im Browser, ohne Analyse-Server.
So entsteht etwa die NDVI-Anomalie-Ansicht: Der Browser
verrechnet die aktuelle Woche pixelweise mit der saisonalen
5-Jahres-Baseline, und ein Klick in die Karte holt die Zeitreihe eines
einzelnen Pixels. Live zu sehen im Modus
Analysieren — NDVI-Monitor.
Ein Webspace, keine Dienste
Das Kostenmodell folgt aus der Architektur: Alles Rechenintensive passiert
vorab (ein wöchentlicher Job) oder beim Besucher im Browser. Ein Besucher
löst damit 0 API-Kosten aus — egal wie oft er zoomt,
verschiebt oder Pixel anklickt. Kein Karten-Abo, kein API-Key, kein
Nutzungslimit, das bei Erfolg teuer wird.
Ergänzt wird der eigene Bestand um offene, gebührenfreie Behördendienste
(WMS von Bund und Ländern). Welcher Dienst mit welcher Lizenz dahintersteht,
dokumentiert der Modus Datenquellen —
je Ebene mit Endpoint und Lizenzbeleg.